Wie ein Fotoprojekt im Ruhrgebiet für mehr Gleichberechtigung sorgen soll
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Ein Fotoprojekt aus dem Ruhrgebiet soll zeigen, dass alle Menschen gleichberechtigt sind - unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Glaube oder Körperform.
Von Rebecca Hoven, (Text) und Melanie Klüting (Multimedia)
Karin Datsis richtet ihre Kamera auf eine Frau in einem schwarzen Kleid. Miriam Langhoff, die in ihrem Rollstuhl neben Datsis sitzt, prüft die Position und nickt, dann klickt die Kamera. Passanten bleiben stehen und schauen neugierig. Was hier mitten im Ruhr Park in Bochum passiert, ist mehr als ein einfaches Fotoshooting.
Die Fotos entstehen für das gemeinsame Projekt von Langhoff und Datsis. Mit "Ein Blick in unsere Welt" wollen die beiden zeigen, dass alle Menschen gleichberechtigt sind - unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Glaube oder Körperform.
Für die 46-jährige Langhoff ist es ein Herzensprojekt. Die Bochumerin ist von Geburt an querschnittsgelähmt und musste selbst lernen, sich laut und bunt zu zeigen. Mit ihren Fotos will sie auch andere Menschen dazu ermutigen. "Mir ist es wichtig, Menschen in ihrer Vielfalt zu zeigen und ihnen eine Plattform zu bieten", sagt Langhoff.
Vielfalt durch Fotos
Laut der Medienvielfalt-Initiative des Vereins Neue deutsche Medienmacher*innen wird ein Großteil der Menschen in Deutschland medial unterrepräsentiert oder ausgegrenzt. Sichtbare Vorbilder und Identifikationsfiguren können dagegen den Zusammenhalt stärken und Vertrauen schaffen. Mit ihren Fotos bilden Langhoff und Datsis genau diese Vielfalt ab.
In Zukunft träumen sie von einer Ausstellung ihrer Bilder, um noch mehr Menschen zu erreichen: "Wenn ich eine Person erreiche, ist das immer noch besser, als keine", sagt Langhoff. Denn für sie zählt jedes einzelne Foto und der Mensch dahinter.
Über dieses Thema haben wir auch am 04.08.2025 im WDR Fernsehen berichtet: Lokalzeit Ruhr, 19.30 Uhr.