Der Kölner Dom im Mondlicht

Der Kölner Dom ist eine von sechs UNESCO-Weltkulturerbestätten in NRW

UNESCO-Welterbe in NRW: 6 Orte voller Geschichte und Faszination

Stand:

Ob jahrhundertealte Dome, prächtige Schlösser oder ein römischer Grenzabschnitt - sechs UNESCO-Welterbestätten liegen in NRW. Jede von ihnen birgt eine faszinierende Geschichte.

Was sind UNESCO-Welterbestätten?

Die UNESCO, eine Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur, erklärt regelmäßig besondere Stätten als Weltkultur- und Weltnaturerbe. Damit zeichnet sie bedeutende Orte aus, die für die ganze Menschheit erhalten werden sollen. In Deutschland gibt es insgesamt 54 dieser Orte.

Welche UNESCO-Welterbestätten gibt es in NRW?

Sechs Welterbestätten liegen in Nordrhein-Westfalen und sind damit offiziell als Weltkulturerbe anerkannt - die "kulturellen Giganten im Denkmalschutz", wie sie das Ministerium für Heimat nennt: Die Zeche Zollverein in Essen, der Aachener und Kölner Dom, die Schlösser Brühl, das Kloster Corvey und der Niedergermanische Limes.

Nationale Naturmonumente in NRW

In NRW gibt es außerdem zwei offizielle Nationale Naturmonumente, also sehr seltene Schutzgebiete mit großer Bedeutung. Dazu zählen die Bruchhauser Steine im Sauerland, vier markante Felskolosse, die etwa 390 Millionen Jahre alt und Überreste eines Unterwasser-Vulkans sind, genau wie die Kluterthöhle in Ennepetal, ein Höhlensystem in alten Korallenriffen mit mehreren Kilometern Gängen. Von besonderer Bedeutung für Nordrhein-Westfalen sind laut Heimatministerium auch das Hermanns-Denkmal in Detmold und das Kaiser-Wilhelm-Denkmal in Porta Westfalica.

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Zeche Zollverein

Die Zeche Zollverein ist ein ehemaliges Steinkohle-Bergwerk in Essen. Die Zeche war einst eine der größten und modernsten der Welt. Kohle wurde hier bis 1986 gefördert, die Kokerei, die letzte noch aktive Anlage auf dem Gelände, wurde 1993 stillgelegt.

Heute beherbergt das Gelände mehrere Museen und bietet Platz für größere Veranstaltungen. Besonderes Highlight für die Besucher: Im Sommer gibt es hier in einmaliger Kulisse ein Schwimmbad und im Winter eine Eisbahn.

Schlittschuhlaufen im Weltkulturerbe: Die Eisbahn auf Zeche Zollverein

00:41 Min. Verfügbar bis 23.11.2027

Seit 2001 ist Zollverein als UNESCO-Welterbe anerkannt. Die Begründung: Die Zeche ist ein besonderes Denkmal der Industriegeschichte und zeigt, wie wichtig die Kohle für das Ruhrgebiet und ganz Deutschland war.

Infos zum Weltkulturerbe Zeche Zollverein

  • Adresse: Gelsenkirchener Straße 181, 45309 Essen
  • Öffnungszeiten: Das Gelände selbst ist jederzeit zugänglich, Besucherzentrum Ruhr: Montag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr, an Feiertagen geschlossen
  • Eintritt: kostenfrei, Museen und Eisbahn kosten extra
  • Hier geht es zur Webseite
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Brühler Schlösser

Die Brühler Schlösser, dazu zählen das Schloss Augustusburg und das Jagdschloss Falkenlust, liegen zwischen Köln und Bonn in Brühl. Beide Schlösser entstanden im 18. Jahrhundert. Sie zählen zu den ersten bedeutenden Bauten der Rokoko- und Barockepoche in Deutschland.

Schloss Augustusburg wurde ab 1725 gebaut und diente als prunkvolle Residenz und Ort höfischer Repräsentation. Besonders berühmt ist das prachtvolle Treppenhaus des Schlosses.

Schloss Augustusburg

Blick auf die von Balthasar Neumann erbaute barocke Treppe im Schloss Augustusburg

Schloss Falkenlust, ein kleineres, elegantes Gebäude, wurde zwischen 1729 und 1737 als Rückzugsort für die Falkenjagd gebaut. Es liegt idyllisch im Wald.

Ein weißes Schloss liegt hinter einem Tor

Das Schloss Falkenlust

Beide Schlösser sind inzwischen als Museum für die Öffentlichkeit zugänglich und haben kunstvoll gestaltete Gärten und Alleen, die zu einem Spaziergang einladen. Die Schlösser in Brühl sind seit 1984 mit dem Schlosspark UNESCO-Welterbestätten.

Infos zum Weltkulturerbe Brühler Schlösser

  • Adresse: Schloss Augustusburg: Parkplatz Max-Ernst-Allee, 50321 Brühl. Jagdschloss Falkenlust: An Schloss Falkenlust, 50321 Brühl
  • Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag von 9 bis 16 Uhr, an Wochenenden und Feiertagen von 10 bis 17 Uhr, Dezember bis Februar geschlossen
  • Eintritt: Kombiticket für beide Schlösser: Erwachsene 17 Euro, Kinder, Schüler, Studierende und Auszubildende bis 25 Jahre zahlen keinen Eintritt
  • Hier geht es zur Webseite
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Kloster Corvey

Das Kloster Corvey liegt in Höxter direkt an der Weser. Gegründet wurde es von Benediktinermönchen im Jahr 822, also vor über 1.200 Jahren. Es gilt als eines der wichtigsten deutschen Klöster im Frühmittelalter. Das Kloster hatte eine der wertvollsten Bibliotheken des Landes, in der viele wichtige Bücher geschrieben und kopiert wurden.

Kloster Corvey aus der Luft

Das Kloster aus der Luft, links im Bild ist das Westwerk zu erkennen

Neben der Bibliothek, einer Fürstenwohnung und einem Kaisersaal, sticht bauhistorisch vor allem das Westwerk mit seinen Fresken hervor. Es ist mehr als eine Wand, es ist vielmehr ein richtiger Baukomplex mit Räumen, Emporen und Türmen. Das Westwerk von Corvey ist das älteste und einzige nahezu vollständig erhaltene karolingische Westwerk der Welt. Das ist einer der Gründe, weshalb das Kloster 2014 zum Weltkulturerbe wurde.

Infos zum Weltkulturerbe Kloster Corvey

  • Adresse: Schloss Corvey, Corvey 1, 37671 Höxter
  • Öffnungszeiten: Täglich von 10 bis 18 Uhr, letzter Einlass 17 Uhr
  • Eintritt: Erwachsene 14 Euro, ermäßigt 13 Euro
  • Führungen: Ohne Voranmeldung täglich um 15 Uhr, an Wochenenden und Feiertagen zusätzlich um 11 Uhr. Die Führungen kosten 5 Euro
  • Hier geht es zur Webseite
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Kölner Dom

Der Kölner Dom ist nicht nur eines der bekanntesten Bauwerke Deutschlands, er prägt auch das Stadtbild und die Kölner Skyline wie kein anderes Gebäude. Kein Wunder, denn seine Doppeltürme ragen über 157 Meter in den Himmel. Damit ist der Dom übrigens die dritthöchste Kirche der Welt.

Der Bau des Kölner Doms hat stolze 632 Jahre gedauert. Die Grundsteinlegung war zwar schon im Jahr 1248, aber die Arbeiten kamen im 16. Jahrhundert zum Stillstand und wurden erst im 19. Jahrhundert wieder aufgenommen. Vollendet wurde der Dom schließlich im Jahr 1880 und ist heutzutage ein beliebtes Touristenziel: Mehr als 6,5 Millionen Menschen besuchen ihn pro Jahr.

Der Kölner Dom - ein Meisterwerk der Gotik

00:24 Min. Verfügbar bis 03.04.2028

Der Kölner Dom ist seit 1996 UNESCO-Welterbestätte. Seine beeindruckende Größe, die kunstvollen Details und die lange Baugeschichte machen ihn einzigartig. Außerdem hat der Dom eine große kulturelle und religiöse Bedeutung - sowohl für Köln als auch darüber hinaus. Die UNESCO hat ihn deshalb auch zum Bauwerk von außergewöhnlichem universellem Wert erklärt.

Infos zum Weltkulturerbe Kölner Dom

  • Adresse: Domkloster 4, 50667 Köln
  • Öffnungszeiten: in der Regel täglich von 6 bis 20 Uhr
  • Eintritt: kostenfrei
  • Hier geht es zur Webseite
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Niedergermanischer Limes

Der Niedergermanische Limes war die nordwestliche Grenze des Römischen Reiches, vor allem zwischen dem 1. und 5. Jahrhundert nach Christus. Der Limes war keine Mauer, sondern verlief entlang des Rheines als natürliche Grenze. Vorstellen kann man ihn sich eher als eine Reihe von kleinen Festungen, Türmen am Fluss und Dörfern voller Leben. Der Limes war nicht nur eine Grenze, sondern auch eine lebendige Region mit Handel und Kultur.

Der Niedergermanische Limes war etwa 400 Kilometer lang und verlief zwischen Rheinbrohl in Rheinland-Pfalz und Katwijk an der niederländischen Nordseeküste. Ein großer Teil davon lag also in Nordrhein-Westfalen. Zum Beispiel liegt der Archäologische Park in Xanten an diesem Verlauf.

Ein weiß-brauner nachgebauter Wachturm in einem Wald bei Neuss

Wie dieser Nachbau in Neuss sahen die Wachtürme am Limes aus

Der Niedergermanische Limes wurde im Jahr 2021 von der UNESCO zur Welterbestätte erklärt, weil er zeigt, wie die Römer ihre Grenzen gebaut und Menschen aus verschiedenen Kulturen zusammengelebt haben. Außerdem gibt es entlang des ehemaligen Limes viele wichtige Fundstücke aus der Römerzeit: Insgesamt über 100 Fundstellen zählen dazu, darunter Kastelle, Straßen, Häfen und zivile Siedlungen. Der Niedergermanische Limes ist kein selbständiges Weltkulturerbe, sondern Teil des Welterbes "Grenzen des Römischen Reiches".

Infos zum Weltkulturerbe Niedergermanischer Limes

  • Adresse: Da sich der frühere Limes über mehrere hundert Kilometer erstreckt, gibt es keine konkrete Adresse
  • Hier geht es zur Webseite
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Aachener Dom

Der Dom in Aachen war 1978 deutschlandweit die erste Stätte, die zum Kulturerbe erklärt wurde. Die Kirche blickt auf eine lange Geschichte zurück. Der Grundstein wurde um das Jahr 795 gelegt, der Dom gilt als ältester nördlich der Alpen.

Karl der Große gab den Befehl zum Bau des Doms. Aachen war die Lieblingsresidenz des Kaisers. Nach seinem Tod wurde er dort begraben, seine Grabstätte ist auch noch heute ein wichtiger Teil der Kirche. Mit der Zeit entwickelte sich der Dom zu einem bedeutenden Krönungsort für römisch-deutsche Könige im Mittelalter.

Ein Blick auf und in den Aachener Dom

00:20 Min. Verfügbar bis 30.09.2027

Der Aachener Dom ist zum Weltkulturerbe ernannt worden, weil er ein einzigartiges Bauwerk der Karolingerzeit ist und viele originale Kunstschätze besitzt. Er zeigt die große Bedeutung von Karl dem Großen und war Vorbild für Kirchenbauten in ganz Europa.

Infos zum Weltkulturerbe Aachener Dom

  • Adresse: Domhof 1, 52062 Aachen
  • Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag von 11 bis 18 Uhr, Freitag und Samstag von 11 bis 19 Uhr, Sonntag von 13 bis 17:30 Uhr
  • Eintritt: kostenfrei
  • Führungen: Domführungen gibt es täglich und können online gebucht werden, Erwachsene zahlen 7 Euro, ermäßigte Tickets kosten 5 Euro
  • Hier geht es zur Webseite

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