Ehrenamtliche retten Rehkitze vor dem Mähtod
03:13 Min.. Verfügbar bis 29.04.2028.
Mit Drohne und Herz : Ehrenamtliche retten Rehkitze vor dem Mähtod
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Mit Drohne, Kescher und viel Herz retten Ehrenamtliche Rehkitze vor tödlichen Mäharbeiten. Früh morgens suchen die Rehkitzretter die Tiere im hohen Gras, sichern sie mit modernster Technik und entlassen sie nach der Mahd in die Natur.
Die Rehkitzretter vom Verein für Greifvogel- und Wildschutz Revier 6 sind wieder unterwegs. Mit Beginn der Setzzeit bringen Ricken ihre Jungtiere zur Welt. Am liebsten legen sie ihre Kitze ins hohe Gras. Dort sind sie gut geschützt, aber vom Mähdrescher aus kaum sichtbar.
Gefahr durch die erste Mahd
Gabi Fiebig steuert die Wärmebilddrohne
Während die Kitze regungslos im Feld liegen, starten viele Landwirte mit der ersten Mahd. Für die Jungtiere bedeutet das Lebensgefahr. Ehrenamtliche wie Gabi Fiebig sind deshalb früh morgens im Einsatz, um die Rehkitze vor dem sicheren Mähtod zu bewahren.
Warum die Helfer im Morgengrauen starten
Ausgestattet mit Wärmebilddrohne, Transportbox und Kescher geht es bei Sonnenaufgang ins Feld. "Dann ist der Wärmeunterschied am größten, der Boden noch kalt und die Wildkörper strahlen besonders gut", erklärt Gabi Fiebig den entscheidenden Vorteil der frühen Stunde.
Rettung zum Anfassen für Kinder
Rehkitz-Attrappe mit Wärmflasche
Um Natur erlebbar zu machen, simulieren die Retter tagsüber eine Aktion. Eine Kitzattrappe mit Wärmflasche liegt im Gras. Auf der Wärmebildkamera erscheint sie deutlich – trotz störender Maulwurfshügel. So lernen bereits Kinder, wie Präzision und Teamarbeit den kleinen Rehen das Leben retten.
Warum Handschuhe über Leben entscheiden
Beim Retten wird das Kitz nur mit Handschuhen und Grasbüscheln angefasst, damit ihnen kein Geruch anhaftet. Denn Rehkitze selbst sind eigentlich völlig geruchsneutral. "Das hat die Natur so eingerichtet, damit Raubtiere sie nicht finden", erklärt Tobias Sippel vom Verein. Auch die Transportbox ist mit frischem Gras ausgelegt, damit das Kleine sich dort wohlfühlt. Die kommt dann geschützt in den Schatten. Nach der Mahd lassen die Ehrenamtler das Kitz sofort wieder frei – damit seine Mutter wieder zu ihm kann.
Unsere Quellen:
- Verein für Greifvogel- und Wildschutz Revier 6 Wermelskirchen
Sendung: WDR 2 Bergisches Land, Lokalzeit, 23.04.2026, 14:30 Uhr
Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit Bergisches Land, 29.04.2026, 19:30 Uhr