Lutz Schade ist neuer Präsident Festkomitee Kölner Karneval
01:45 Min.. Verfügbar bis 24.03.2028.
Es war proppenvoll im Haus des Kölner Karneval am Maarweg. Präsidentinnen und Präsidenten der dem Festkomitee angeschlossenen Gesellschaften waren fast ausnahmslos erschienen. Und bis auf einen wählten sie alle den einzigen Kandidaten.
Lutz Schade, Rechtsanwalt, verheiratet und Vater einer Tochter. Geboren in Bergisch Gladbach, wohnhaft in Bensberg.
Schade will Kontinuität wahren
Lutz Schade tritt kein leichtes Amt an. Seine Vorgänger Markus Ritterbach und später Christoph Kuckelkorn galten als charismatisch. Sie entstaubten den Kölner Karneval, der in den 1990-er Jahren immer mehr an Einfluss und Glanz verloren hatte. Beide betonten das Integrative, öffneten das Festkomitee für Damengesellschaften, knüpften internationale Beziehungen.
Lutz Schade setzt jetzt daher auf Kontinuität. Seinen Vorstand hat er so gut wie nicht verändert. "Unsere Aufgabe ist es den Kölner Karneval als kulturelle Kraft - und als Ausdruck städtischer Indentität stark zu halten", sagte er in seiner Wahlrede.
Überwältigende Zustimmung
Markus Ritterbach, Vor-Vorgänger von Lutz Schade, wies am Wahlabend daraufhin, dass der Präsident einen großen Teil seiner Freizeit für das Ehrenamt opfern würde. Das sei in der heutigen Zeit nicht selbstverständlich. Er sei stolz, dass das Festkomitee "den Lutz" habe.
Christoph Kuckelkorn wünscht sich von Lutz Schade - beide sind Blaue Funken - viel Geduld. Denn Karneval, so Kuckelkorn, sei ein Geschäft, das viel Geduld und Langmut erfordere. Rüya Gazez-Krengel, die Präsidentin der Damengesellschaft "Schmuckstückchen" wünscht dem neuen Präsidenten viel Zufriedenheit.
Das würde ihn bestärken und Motivation für viele Jahre im Amt geben. Der nächste Sessionsstart am 11.11. ist bereits in acht Monaten. Bis dahin hat Lutz Schade Zeit, ins Amt zu finden.