Ein roter Doppeldeckerbus steht in Düsseldorf an der Königsallee, davor warten Menschen.

Mit dem Hop-on-Hop-off-Bus eine Stadtrundfahrt durch Düsseldorf

Kö bis Aquazoo: So entdecken Touristen Düsseldorf im Doppeldecker-Bus

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Die großen, roten Busse fallen sofort auf: Stündlich startet an der Königsallee in Düsseldorf eine neue Stadtrundfahrt mit dem Hop-on-Hop-off-Bus. Diese "Geheimtipps" und Fakten über die Landeshauptstadt lernen Touristen auf der Tour.

Von Annika Müller
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Hüpfen Sie rein!

Die Reifen rattern über das Kopfsteinpflaster, unten schlendern Menschen an dem roten Doppeldeckerbus vorbei. Vom Oberdeck aus lässt sich der ganze Burgplatz bis zum Rheinufer überblicken. Aus Kopfhörern erklingt dazu eine ruhige, männliche Stimme: "Blicken Sie nun beim Verlassen des Burgplatzes nach rechts, entdecken Sie auf einer Litfaßsäule einen der sogenannten Säulenheiligen." Wer aufmerksam ist, dem fallen auf der rund 90-minütigen Stadtrundfahrt im Hop-on-Hop-off-Bus durch Düsseldorf noch mehr Figuren des Künstlers Christoph Pöggeler auf.

Die Säulenheiligen von Düsseldorf

Fotogalerie

Die Skulptur einer lesenden Frau steht auf einer Litfaßsäule in Düsseldorf.

"Die Lesende" können Düsseldorf-Besucher im Neubaugebiet Grafental entdecken.

Eine Säulenheiligen-Skulptur in Düsseldorf zeigt eine Frau, die zum Himmel hinaufblickt. Dahinter befindet sich der Rheinturm.

Die Säulenheilige "Marlies" blickt am Düsseldorfer Rheinturm in den Himmel.

Die Skulptur einer Frau mit einem Kind auf dem Arm steht auf einer Litfaßsäule an der Rheinuferpromenade in Düsseldorf.

Die Skulptur "Die Fremde" steht auf einer Litfaßsäule an der Rheinuferpromenade.

Die Skulptur eines sich küssenden Paares steht auf einer Litfaßsäule.

Dieses verliebte Paar küsst sich auf der Litfaßsäule an der Oederallee.

Ein Säulenheiliger in Badehose steht auf einer Litfaßsäule.

"Der Urlauber" wäre wohl gerne auf Mallorca, steht aber auf seiner Säule in Düsseldorf-Stockum.

Die Skulptur eines Paares steht auf einer Litfaßsäule.

Dieses Paar blickt schon seit Jahren über den Burgplatz in der Düsseldorfer Altstadt.

Die Skulptur einer Frau im Brautkleid steht auf einer Litfaßsäule.

"Die Braut" hat ihren Platz vor dem denkmalgeschützten Palais Nesselrode, in dem das Hetjens-Kermaikmuseum untergebracht ist.

"Die Lesende" können Düsseldorf-Besucher im Neubaugebiet Grafental entdecken.

Die Säulenheilige "Marlies" blickt am Düsseldorfer Rheinturm in den Himmel.

Die Skulptur "Die Fremde" steht auf einer Litfaßsäule an der Rheinuferpromenade.

Dieses verliebte Paar küsst sich auf der Litfaßsäule an der Oederallee.

"Der Urlauber" wäre wohl gerne auf Mallorca, steht aber auf seiner Säule in Düsseldorf-Stockum.

Dieses Paar blickt schon seit Jahren über den Burgplatz in der Düsseldorfer Altstadt.

"Die Braut" hat ihren Platz vor dem denkmalgeschützten Palais Nesselrode, in dem das Hetjens-Kermaikmuseum untergebracht ist.

Mehr als drei Millionen Touristen reisten im vergangenen Jahr nach Düsseldorf. Die meisten von ihnen kommen aus Deutschland, aber auch aus den Niederlanden, dem Vereinigten Königreich, Frankreich, den USA oder China finden Urlauber den Weg in die nordrhein-westfälische Landeshauptstadt. Im vergangenen Jahr sind mehr als 28.000 dieser Touristen in einen Hop-on-Hop-off-Bus gestiegen, wie ein Sprecher von Willms Touristik, die die Fahrten durchführen, mitteilt. Auch Hans Peter Detjen nutzt seinen zweiten Urlaubstag für eine Stadtrundfahrt.

Hans Peter Detjen erkundet Düsseldorf

00:56 Min. Verfügbar bis 05.06.2027

Der 72-Jährige, dem man seine norddeutsche Herkunft sofort anhört, sitzt nicht zum ersten Mal auf dem Oberdeck eines Hop-on-Hop-off-Busses. "Ich mache das immer, in Berlin und München habe ich auch schon solche Stadtrundfahrten gemacht." Besonders gut hat ihm auf der Rundfahrt durch Düsseldorf der Rheinpark gefallen: "Man wundert sich doch, dass so eine Stadt auch so viele Grünflächen hat."

In den kommenden Tagen wolle er einige Museen erkunden, das Kommödchen besuchen und einmal über eine Rheinbrücke auf die andere Seite spazieren - dazu habe ihn die Busfahrt inspiriert.

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"Das ist alles ein Abenteuer für mich"

Von der Königsallee, über Altstadt, Medienhafen, Rheinterrassen, Aquazoo, Kunstakademie, Hauptbahnhof und zurück zur Königsallee führt die Stadtrundfahrt. Der erste Bus startet morgens um 10 Uhr, zu jeder vollen Stunde bis 17 Uhr beginnt eine neue Fahrt ab der Königsallee. An Samstagen, wenn mehr Touristen in der Stadt unterwegs sind, wird der Takt auf alle 40 Minuten erhöht.

Ein Ticket kostet 24 Euro, damit können die Fahrgäste 24 Stunden in die Busse ein- und aussteigen. Die Düsseldorfer Busflotte fährt mittlerweile fast ausschließlich mit Elektrobetrieb, mithilfe einer Bundesförderung wurden die Dieselbusse umgerüstet. Und es gibt sie nicht nur in Düsseldorf: Willms Touristik bietet in NRW auch Stadtrundfahrten durch Köln, Bonn und Aachen an.

Abdulrahman Najjar kennt seine Strecke durch Düsseldorf schon gut, dabei steuert er den roten, rund zwölf Meter langen Doppeldecker erst seit gut einem Monat. Der 37-Jährige wohnt seit Kurzem in Düsseldorf, war vorher Sozialbetreuer in Norddeutschland. "Das ist alles ein Abenteuer für mich", sagt Najjar.

Abdulrahman Najjar, ein Mann mittleren Alters mit Brille, dunklen Haaren und Bart, sitzt am Steuer eines Busses.

Abdulrahman Najjar lenkt den Doppeldeckerbus

Najjar muss die Touristen nicht nur sicher durch den Düsseldorfer Verkehr lenken, sondern steht ihnen auch für alle Fragen zur Seite. Und die können mitunter kurios sein: "Einmal kam jemand zu mir und fragte: Wo ist der Kölner Dom?" Immerhin: Die Sehenswürdigkeit der anderen Großstadt am Rhein spielt in der Stadtrundfahrt tatsächlich eine Rolle. Am Rheinturm erklärt der Audioguide nicht nur, dass er Düsseldorfs höchstes Wahrzeichen ist, sondern auch: "Bei klarer Sicht kann man von oben sogar die Spitzen des Kölner Doms entdecken."

Außerdem erzählt die Stimme aus dem Kopfhörer, wahlweise auf deutsch, englisch, japanisch, arabisch, niederländisch und fünf weiteren über einen Regler am Sitz wählbaren Sprachen, dass der Medienhafen Medienhafen heißt, weil sich hier der Westdeutsche Rundfunk ansiedelte. In der Altstadt erklärt er, dass diese wegen ihrer vielen Kneipen, Lokale und Bars auch als die "längste Theke der Welt" bezeichnet wird und dass Altbier heißt, wie es heißt, weil es nach alter, traditioneller Brauart hergestellt wird.

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Wie die Königsallee in Düsseldorf zu ihrem Namen kam

Touristen erfahren, dass die Königsallee aufgrund der Bepflanzung ursprünglich Kastanienallee hieß, nach dem berühmten Wurf mit einem Pferdeapfel 1848 auf den dort paradierenden preußischen König als Wiedergutmachung zur Königsallee wurde und dass die "heimlichen Stars" im Aquazoo die Nacktmulle seien.

Dass die Stadtführung durch den automatisch laufenden Audioguide nicht immer auf dem aktuellen Stand ist, wird am Carsch-Haus deutlich. Denn derzeit können Touristen am Heinrich-Heine-Platz statt eines prächtigen, alten Kaufhauses hauptsächlich Bauzäune, Gerüste und Planen sehen.

So läuft eine Stadtrundfahrt durch Düsseldorf

01:02 Min. Verfügbar bis 05.06.2027

Entgegen dem Prinzip des Hop-on-Hop-off-Busses fahren viele der Touristen die komplette Strecke von der Königsallee und wieder zurück mit und steigen dort aus. So auch Christina Witte und ihre elfjährige Tochter Linda aus Fürth bei Nürnberg. Sie bleiben nur eine Nacht in Düsseldorf und wollten deshalb die Rundfahrt für einen schnellen Überblick nutzen. Besonders blieb Witte die Fahrt auf die andere Rheinseite in Erinnerung: "Bisher hatten wir nur das Großstädtische hier in Bahnhofsnähe gesehen und nun auch den idyllischeren Teil Düsseldorfs zu sehen, war toll."

Christina Witte, eine Frau mittleren Alters, und ihre elfjährige Tochter Linda sitzen nebeneinander auf dem Oberdeck eines Doppeldeckerbusses und lächeln.

Christina Witte und Tochter Linda genießen die Stadtrundfahrt

Nach der Rundfahrt möchte die 47-Jährige mit ihrer Tochter das japanische Viertel erkunden und dort zu Abend essen - das Essen soll laut Audioguide in "Little Tokyo" schließlich besonders gut sein: "Japaner bestätigen, dass man nirgendwo in Europa so gut japanisch essen kann wie rund um die Immermannstraße."

Auch diese NRW-Orte lohnen sich für einen Besuch:

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