Rahel Kremershof auf der Kuhweide.

„Land & lecker“ – Kulinarische Schätze aus dem Bergischen Land Bergische Kaffeetafel und ackern für die Zukunft

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Die fünfte Reise geht ins Bergische Land. In Wipperfürth führt Rahel Kremershof zusammen mit ihrer Familie einen Biohof mit Rindern, Schafen und Hühnern, die auf besonderen Weideflächen grasen - einem Agroforst.

Das Video zur Folge

Gut Kremershof liegt rund fünfzig Kilometer von Köln entfernt. Vor einigen Jahren haben Rahel und ihr Mann Thorsten hier noch eine für die Region typische Milchwirtschaft betrieben. Jetzt grasen auf den Weiden Biorinder und eine bunt gemischte Mutterkuhherde.

Auch die Weideflächen sind besonders, Rahel will sie nach den Prinzipien des  Agroforst umwandeln. Um Regenwasser auf abschüssigen Wiesen im Boden zu halten und den Tieren im Sommer Schatten zu bieten, pflanzt sie deshalb Baumreihen aus Pappeln, Obst- und Nussbäumen. Ein Projekt, das Geduld fordert. Langfristig soll der Agroforst vor den immer extremeren klimatischen Bedingungen schützen.

Neuanfang mit nachhaltiger Landwirtschaft

Seit vier Generationen ist Gut Kremershof in Familienbesitz. In den letzten Jahren hat Rahel den Betrieb komplett neu aufgestellt -  mit der Vision einer nachhaltigen und zukunftsweisenden Landwirtschaft.

Rahel Kremershof im Gemüsebeet.

Das hat viel Energie gekostet, doch Rahel ist von ihrem Weg überzeugt. Und hat immer wieder neue Ideen ...

Das hat viel Energie gekostet, doch Rahel ist von ihrem Weg überzeugt. Und hat immer wieder neue Ideen ...

Früher wurde auf dem Hof eine klassische Milchwirtschaft betrieben. Die ehemaligen reinen Milchkühe hat Rahel langsam an Mutterkuhhaltung gewöhnt. Heute leben rund 80 Rinder auf dem Hof. Ein wilde Mischung aus den ursprünglichen Milchhkühen, die mit alten Fleischrassen gekreuzt wurden.

Alle Tiere auf Gut Kremershof leben und bewegen sich möglichst frei auf den großen Weideflächen rund um den Hof. Alle paar Tage kommen die Tiere auf eine neue Weide mit frischem Gras.

Ein paar Schafe, deren Rasse gefährdet ist, haben auch ihren Platz auf der Weide. Langfristig kann sich Rahel auch einen Arche-Hof vorstellen, auf dem vom Aussterben bedrohte Nutztierrassen gehalten und gezüchtet werden.

Rahel hält außerdem Hühner, die in drei Hühnermobilen untergebracht sind. Auch die mobilen Ställe müssen regelmäßig auf neue Flächen umgesetzt werden. Rahel bekommt bei der Arbeit Unterstützung von einer Mitarbeiterin. Denn ihr Mann Thorsten arbeitet während der Woche woanders und kann nur am Wochenende auf dem Hof helfen.

Die Hühner kommen als Küken auf den Hof. Das ist jedesmal ein Highlight für die vier Kinder des Paares. Aber auch die Landfrauen sind bei ihrem Besuch von den flauschigen Tieren begeistert.

Die Eier sammelt Rahel jeden Tag ein. Verkauft werden sie über die SoLawi, die es seit dem Neustart auf dem Hof gibt.

Einen Teil ihrer Flächen haben Rahel und Thorsten an Menschen aus der Region verpachtet, die hier eine Solidarische Landwirtschaft betreiben
Das bedeutet: Die Mitglieder zahlen jeden Monat einen festen Beitrag und bekommen dafür frisches Gemüse – immer das, was gerade reif ist.
Und natürlich spielt frisches SoLawi-Gemüse auch eine Rolle in Rahels Menü.

Auf ihrem Weg zu Rahel haben sich die Frauen an einem der vielen Stauseen im Bergischen Land verabredet, der Bevertalsperre. Dann geht es gut gelaunt zum Kremershof, der nur 15 Kilometer entfernt liegt.

Mitten auf der Kuhweide serviert Rahel ihren Gästen zuerst eine typisch Bergische Kaffeetafel. Danach gibt es Zweierlei vom Rind mit Rote Bete-Carpaccio und als Dessert eine Buttercremetorte nach Familienrezept.

Das sind die weiteren Teilnehmerinnen

v.l.n.r.: Andrea Meßmer, Verena Krimbacher,  Rahel Kremershof, Laura Alena Schmid, Stefanie Huber, Leonie Froböse

v.l.n.r.: Andrea Meßmer, Verena Krimbacher, Rahel Kremershof, Laura Alena Schmid, Stefanie Huber, Leonie Froböse

In Ostwestfalen-Lippe hält Leonie Froböse Angus Rinder und Schwäbisch-Hällische Landschweine. Wildkräuterpädagogin Andrea Meßmer züchtet in Oberbayern Yaks. Verena Krimbacher hat Milchvieh, Weideochsen und Urgetreide im bayerischen Schwaben. Auf der Schwäbischen Alb hat Laura Alena Schmid einen Hof gekauft und hält Galloway-Rinder, Hühner und Ziegen. Steffi Huber lebt zwischen Weinbergen und Streuobstwiesen im Schwarzwald und stellt Bier und Schnaps her.

Wer kocht das leckerste Landmenü aus seinem kulinarischen Schatz?
Die erfolgreiche Gemeinschaftsproduktion von BR, SWR und WDR geht weiter. Sechs Landfrauen machen sich auf eine kulinarische Reise quer durch Deutschland - von Ostwestfalen-Lippe bis nach Oberbayern. Gegenseitig besuchen sich die Teilnehmerinnen, bieten Einblicke in den Hofalltag und präsentieren ihre regionalen Spezialitäten. Am Ende vergeben sie Punkte und küren eine Siegerin.

Die Folge ist eine Woche vor der TV-Ausstrahlung bereits in der ARD Mediathek zu sehen.

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Land und lecker bei WDR 4