Im Special am Samstag tanzte die Dressur-Ikone mit Erfolgspferd Wendy mit 81,510 Prozentpunkten zur nächsten Goldmedaille, ihre stärkste Konkurrentin dabei: Sie selbst. Mit Zweitbesetzung Viva Old schlug die 56-Jährige auch ihren Pariser Mannschaftskollegen Frederic Wandres mit Olympiapferd Bluetooth knapp.
Werth mit Viva Gold ebenfalls vorne
Da nur der Auftritt mit dem bestplatzierten Pferd in die Meisterschaftswertung zählt, sicherte sich Wandres, Teil der deutschen Gold-Equipe vor zwei Jahren, mit 77,686 Prozentpunkten trotzdem den Silberrang. Das Podium komplettierte Charlott-Maria Schürmann mit Dante's Pearl (76,431 Prozent), Werth erreichte mit Viva Gold 77,823 Prozent.
1991 triumphierte Werth in Münster erstmals bei deutschen Meisterschaften - am anvisierten 19. Titelgewinn 35 Jahre später ließ sie am Samstagnachmittag auf dem Viereck keinerlei Zweifel aufkommen. Mit Wendy, mit der sie vor zwei Jahren in Paris Einzel-Silber gewann zeigte Werth eine konzentrierte Leistung. Im WM-Casting von Bundestrainerin Monica Theodorescu steht Deutschlands erfolgreichste Olympiasportlerin damit ganz vorne. Das Turnier im Sauerland zählt zu den wichtigsten Sichtungsterminen vor dem großen Jahreshighlight in Aachen (11. bis 23. August).
Nächste Titelchance am Sonntag
Bereits am Sonntag könnte Werth sich den nächsten Titel sichern, zum Abschluss der nationalen Titelwettkämpfe steht mit der Kür (10.45 Uhr) zu freier Choreografie und Musikwahl noch das große Highlight auf der Tagesordnung. Im vergangenen Jahr verzichtete Werth nach dem Sieg im Special jedoch auf einen weiteren Start ihres Goldpferdes.
Klaphake deutsche Springreit-Meisterin
Im Springreiten hat sich Laura Klaphake am Samstag zum zweiten Mal nach 2017 zur deutschen Meisterin gekrönt. Die 32-Jährige setzte sich mit ihrem Hengst Quizano van't Merelsnest nach zwei weiteren Wertungsumläufen sowie einem Stechen auf Zeit gegen das große Starterfeld durch. Platz zwei und drei in der reinen Damenkonkurrenz, die zusätzlich zur offenen Wertung ausgetragen wird, sicherten sich Britt Roth mit Jeffrey und Justine Tebbel mit Cote de Pablo.
Insgesamt vier Reiterinnen absolvierten die über zwei Tage ausgetragenen drei Wertungsrunden ohne Fehler, die Entscheidung fiel so am Samstagnachmittag im abschließenden Stechen auf Zeit. Klaphake, die bei den Weltreiterspielen 2018 in Tryon mit dem Gewinn von Mannschaftsbronze ihren bis dato größten Erfolg feierte, zeigte im Parcours die stärkten Nerven und überzeugte mit einer blitzschnellen Nullrunde.
Am Sonntag wird noch ein weiterer Meistertitel im Springreiten vergeben, in der offenen Wertung nehmen wie im Reitsport eigentlich üblich wieder sowohl Reiterinnen als auch Reiter teil. Die Entscheidung fällt erst am späten Nachmittag (14.45/16.15 Uhr).
Unsere Quellen:
- Nachrichtenagentur sid
Logistik beim Balve Optimum
Lokalzeit Südwestfalen. 03.06.2026. 28:33 Min.. Verfügbar bis 03.06.2028. WDR. Von Antonia Mertens.
Sendung: WDR.de, "Dressur - Isabell Werth zum 19. Mal deutsche Meisterin", 06.06.2026, 14.30 Uhr
Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit Südwestfalen, 03.06.2026, 19:30 Uhr