Jan-Lennard Struff reagiert nach einem Punktgewinn.

US Open: Stark aufspielender Struff in zweiter Runde

Stand:

Jan-Lennard Struff ist bei den US Open als erster Deutscher in die zweite Runde eingezogen.

Der Warsteiner, der sich in den vergangenen Tagen über die Qualifikation in die Hauptrunde hatte kämpfen müssen, spielte am Montag gegen den US-Amerikaner Mackenzie McDonald stark auf und gewann sein Erstrunden-Match auf Court 12 in vier Sätzen. Nachdem Struff den ersten Durchgang mit 3:6 noch verloren hatte, kippte das Spiel spätestens im Tiebreak des zweiten Satzes.

Struff nutzt Schwächephase des Gegners aus

Beim Stand von 5:4 profitierte Struff erst von einem Doppelfehler des Lokalmatadors McDonald, dann pfefferte er einen Return ins Feld - der Satz-Ausgleich war da. Im Anschluss wirkte McDonald körperlich etwas angeschlagen, Struff nutzte das aus, spielte mit viel Druck und einigen Netz-Angriffen konsequent sein Spiel weiter, holte Satz drei mit einem entscheidenden Break und schließlich - unter dem Jubel der deutschen Fans auf dem Platz - auch den vierten Durchgang.

"Der Start war schwierig, ich bin nicht in den Rhythmus gekommen. Ich habe mich aber reingearbeitet. Im dritten und vierten Satz habe ich dann richtig gut gespielt und mich reingekämpft - auch dank der deutschen Fans. Der Support war unglaublich, das hat mir echt einen Push gegeben", sagte Struff bei TV-Sender "Sky".

Nun gegen den Weltranglistenelften Rune

Nach drei Siegen in der kräftezehrenden Qualifikation setzte der Warsteiner also seinen Lauf im Big Apple auch dank der Unterstützung zahlreicher deutscher Fans fort, in der zweiten Runde wartet im dänischen Weltranglistenelften Rune nun aber ein dicker Brocken. 

Rune sei natürlich der Favorit, sagte Struff, der nach einem komplizierten Jahr auf der Tour mit vielen Erstrundenniederlagen um den Anschluss an die Top 100 kämpft: "Es wird ein hartes Ding, ihn schlagen zu können. Das wird ein brutales Spiel." Doch Struff, der seinen ersten Hauptfeld-Sieg in New York seit fünf Jahren als "positiven Schritt" bezeichnete, stellte klar: "Natürlich will ich das Ding auch gewinnen."

Bereits 14 Mal hatte Struff in diesem Jahr schon sein Auftaktmatch bei einem Turnier auf der ATP-Tour verloren. Eine weitere Niederlage in der ersten Runde verhinderte der Davis-Cup-Spieler durch seinen großen Kampfgeist, der ihn gegen die Nummer 100 der Weltrangliste durch einige Schwächephasen trug.

Unsere Quellen:

  • Sport Informations-Dienst (sid)
  • Deutsche Presse-Agentur (dpa)

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