World University Games - die Highlights der Eröffnungsfeier

World University Games 2025 16.07.2025 03:39 Min. Verfügbar bis 16.07.2026 WDR Von Andreas Ahn

World University Games eröffnet: Große Show für großen Sport

Stand:

Mit viel Show hat das Land NRW die World University Games eröffnet. Die Botschaft: NRW will sich anbieten für die großen Events.

Von Oliver Riedel, Duisburg

Den größten Wow-Effekt erlaubten sich die University Games direkt zu Beginn der Eröffnungsfeier am Mittwochabend. Kaum verklang die offizielle Event-Hymne, gespielt vom WDR-Funkhausorchester, da erleuchtete eine große Pyro-Show vom Stadiondach der MSV-Arena den Duisburger Abendhimmel in allen Farben.

Land NRW eröffnet World University Games

Sport 17.07.2025 02:16 Min. Verfügbar bis 17.07.2026 WDR

Eine Show zwischen Steigerlied und Popmusik

Abseits davon blieb es – das war den Organisatoren wichtig zu betonen – traditionell bodenständig. "Kein Big Bang und musikalischer Minimalismus", war die Ansage vor der Show. Musikalisch ausgedrückt heißt das: Auf der großen Bühne mit Maxi-LED-Wand wurde Musik von Künstlern aus der Region wie AYLIVA, Montez und Querbeat gespielt, aber auch das Steigerlied, gesungen von 500 Chorstimmen, jung wie alt. NRW wollte den Bogen schlagen, einerseits die Tradition des Ruhrgebiets betonen und gleichzeitig junges Publikum zum Sportevent ziehen.

Eine Pyroshow ließ das Duisburger Stadion zu Beginn der Eröffnungsfeier der World University Games in vielen Farben erstrahlen.

Eine Pyroshow ließ das Duisburger Stadion zu Beginn der Eröffnungsfeier der World University Games in vielen Farben erstrahlen.

Großer Sport, der verbinden soll

Den größten Jubel des Abends holte sich die deutsche Delegation, das „Team Studi“, ab. Über 300 deutsche Athletinnen und Athleten treten bis zum 27. Juli in NRW und Berlin an und kämpfen um Medaillen.

Zum ersten Mal in der Geschichte verstärken dabei Para-Athletinnen und -Athleten die Delegationen, denn mit 3x3-Rollstuhlbasketball wurde erstmals Parasport ins Programm der World University Games aufgenommen. Für Deutschland ging ein Para-Athlet direkt voran: Sören Seebold durfte die deutsche Fahne schwenken, gemeinsam mit Anya Kisskalt.

"Super aufgeregt" seien sie, aber auch voller Vorfreude, das deutsche Team anzuführen, erzählten beide im WDR kurz vor ihrem großen Auftritt. Für die University Games soll es mehr als nur ein Symbol sein, das Event will Studierende aller Nationen verbinden, unabhängig von etwaigen Behinderungen.

Die größte Aufmerksamkeit dürfte sportlich jedoch auf anderen Disziplinen liegen. Im Turnen etwa tritt der dreifache Olympiasieger aus Japan, Shinnosuke Oka, an. Olympiasiege kann auch das deutsche Team vorweisen: Elisa Mevius holte vor knapp einem Jahr noch Gold in Paris und kämpft nun mit dem 3x3-Basketballteam der Frauen erneut um einen Podestplatz. Auch die ehemalige Turn-Europameistern Emma Malewski und Margarita Kolosov, die in Paris knapp das Podest in der Rhythmischen Sportgymnastik knapp verpasste, gehen für das deutsche Team aussichtsreich an den Start.

Olympiabewerbung? Warum nicht!

Generell gibt es einige Parallelen zu den Olympischen Spielen. Versammelt um den ehemaligen Olympia-Star Heide Ecker-Rosendahl durften Größen des aktuellen deutschen Spitzensports wie Sarah Wellbrock, Nico Schlotterbeck oder Matthias Mester das Feuer der World University Games entzünden. Längst ist klar, dass die Studentenspiele nur der Auftakt sein sollen zu einer erfolgreichen Olympia-Bewerbung der Rhein-Ruhr-Region.

Dennoch gab sich der gut gelaunte NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst im WDR-Interview nach seiner Eröffnungsrede vorsichtig: "Die anderen haben andere Vorteile, aber das hier können wir und damit machen wir auch Eindruck bei den Sportfunktionären aus aller Welt". Gemeint waren die vielen großen Sportstätten, die es so nirgendwo in Deutschland gäbe und das sei "auch die Visitenkarte, die wir abgeben für eine Olympiabewerbung", so Wüst.

Nach der reibungslosen Eröffnungsfeier sieht sie gut aus, die Visitenkarte – trotz vieler Schwierigkeiten in der Planung und unerwarteten Mehrkosten im Millionenbereich. Nun muss sich zeigen, ob der Funke auch überspringt und die World University Games das erhoffte Fest des Sports und der Nationen werden, mit dem sich das Land profilieren kann.

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