Zur Kegel-WM sind Sportlerinnen und Sportler aus Brasilien, Marokko, Indien und einigen europäischen Ländern nach Langenfeld gekommen. Ausrichter der Weltmeisterschaft sind die Sportkegler Langenfeld 1962. Die WM geht bis zum 20. Mai 2026.
Sie haben nämlich eine Acht-Bahn-Sportkegelhalle, die sie selbst betreiben. Seit Monaten bereiten sie sich auf das sportliche Großereignis vor.
Nicht jeder bekommt den Zuschlag für eine WM
Um Ausrichter einer WM zu sein, muss man viele Voraussetzungen erfüllen, erzählt Ricky Zimmer. Im Langenfelder Verein ist er Sportwart. Er gehört mit zum Organisationsteam, das seit Monaten auf die WM hinfiebert.
Ricky Zimmer, Sportwart SKC Langenfeld
Nach den ganzen Vorbereitungen seien alle froh, dass es heute endlich losgeht. Das Schlimmste, was passieren könnte: die Technik versagt.
Deutsche Nationalmannschaft mit einem Abschied
Für das deutsche Team geht auch Yvonne Ruch an den Start - zum letzten Mal. Die 46-Jährige ist Deutschlands derzeit wohl erfolgreichste Sportkeglerin. Sie sagt über sich, sie habe alles gewonnen und alles verloren.
Yvonne Ruch, Sportkeglerin beim Kegeln
So langsam zwicke es aber hier und da. Deshalb hat die Polizistin entschieden, dass es ihr letzter Auftritt als aktive Athletin sein wird.
Sport-Kegeln süffisant belächelt
Was all die Jahre geblieben sei: Das Rechtfertigen dafür, dass Sportkegeln wirklich Sport ist. Für viele Menschen sei Kegeln immer noch Kneipen-Sport und Pudel-Trinken.
„Ich muss mir das immer gefallen lassen: Da wird ja nur getrunken. Nein! Hier ist das Leistungssport“ Yvonne Ruch, Sportkeglerin
Yvonne Ruch, Sportkeglerin
Gerne nimmt sie Spötter mit auf die Bahn. Die hätten dann nach vierzig Würfen oft schon Muskelkater. Beim Sport-Kegeln machen sie hunderte Würfe an einem Turniertag. Es gibt verschiedene Disziplinen, zum Beispiel 80er Wurf, 120er, Paarkampf oder Sprint.
Premiere im Team für Heiligenhauser
Während es für Yvonne Ruch die letzte WM ist, ist es für Marcel Grote die erste. Der Heiligenhauser hatte eine gute Saison und wurde so für die Nationalmannschaft nominiert. Zum Kegeln ist er über seine Eltern gekommen. Sie hatten ihn als Kind immer mitgenommen.
Marcel Grote im Nationalteam
Der sportliche Weg war vorgezeichnet - eigentlich. Zwischendurch aber hat es der 42-Jährige als Fußball-Torwart in die Oberliga geschafft. Er stand zweimal im DFB-Pokal auf dem Platz. Jetzt aber wieder zu den Anfängen: Kegeln statt Fußball, Weltmeisterschaft statt DFB-Pokal.
Unsere Quellen:
- World Ninepin Bowling Association
- Deutscher Schere-Keglerbund
- Reporter vor Ort
Sendung: WDR.de, Kegel-Weltelite in Langenfeld, 14.05.2026, 9:37 Uhr
