NRW: Sport an Allerheiligen - was ist verboten, was ist erlaubt?

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Allerheiligen, der 1. November, ist ein gesetzlicher Feiertag in Nordrhein-Westfalen. Das hat auch Konsequenzen für den Sport im Bundesland. Es gelten besondere Vorgaben.

Sport treiben grundsätzlich auch am Feiertag erlaubt

Vorweg: Sport zu treiben, etwa die klassische Runde Joggen im Park, ist erlaubt. Sportliche Aktivitäten zur Erholung im Rahmen der Freizeitgestaltung sind kein Problem: Saunen, Bräunungs- und Fitnessstudios haben geöffnet.

Im NRW-Gesetz zur Regelung der Sonn- und Feiertage heißt es aber zu Sportveranstaltungen grundsätzlich: Während "der Hauptzeit des Gottesdienstes" sind "größere sportliche Veranstaltungen und solche, durch die der Gottesdienst unmittelbar gestört wird", verboten. Die Hauptzeit des Gottesdienstes bezieht sich im Allgemeinen auf die Spanne zwischen 6 und 11 Uhr.

"Stiller Feiertag" Allerheiligen kommt mit Besonderheiten

Allerheiligen ist unter den Feiertagen allerdings ein besonderer Fall, weil es sich um einen "stillen Feiertag" handelt. Am Vorabend wird vielerorts zwar noch Halloween groß gefeiert und Party gemacht, an Allerheiligen soll aber Ruhe einkehren.

Denn an diesem Feiertag wird auch der Verstorbenen gedacht. Für Sportveranstaltungen ergibt sich daraus laut NRW-Gesetz, dass "sportliche und ähnliche Veranstaltungen einschließlich Pferderennen und -leistungsschauen (...) und der Betrieb von Freizeitanlagen, soweit dort tänzerische oder artistische Darbietungen angeboten werden", verboten sind. Speziell an Allerheiligen und dem Totensonntag gilt das für die Zeit von 5 bis 18 Uhr.

Ausnahmegenehmigungen "beim Vorliegen eines dringenden Bedürfnisses" zur Durchführung einer Sportveranstaltung in geschlossenen Räumen sind zwar möglich, "sofern damit keine erhebliche Beeinträchtigung des Sonn- und Feiertagsschutzes verbunden ist". In keinem Fall darf aber eine Veranstaltung während der angegebenen Zeitspanne "unterhaltenden Charakter" haben, das gilt auch für Sportveranstaltungen.

Profisport fast nur mit Auswärtsspielen

Da der Feiertag auf einen Samstag fällt, könnte man meinen, dass dies für die zahlreichen Sportveranstaltungen am Wochenende zum Problem werden könnte. Schaut man sich jedoch die Spielpläne an, so fällt auf: Kein NRW-Profiteam der ersten drei Fußball-Ligen, aus dem Handball und Basketball hat ein Heimspiel.

Pünktlich zum Ablauf der Frist um 18 Uhr ist lediglich im Eishockey ein Heimspiel in der DEL für die Iserlohn Roosters gegen die Grizzlys Wolfsburg angesetzt.

Unsere Quellen:

  • NRW-Feiertagsgesetz
  • Ergebnissseiten der Sportschau

Quelle: red

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