Kieler Ausgleichstreffer beendet Gummersbacher Heim-Serie
Sport. 23.10.2025. Verfügbar bis 23.10.2026. WDR.
Der VfL und der THW trennten sich in der Partie des 10. Spieltags am Donnerstagbend mit 25:25 (15:13). Für die Gummersbacher, die zuvor alle vier Heimspiele gewonnen hatten, war es das zweite Spiel in Folge ohne Sieg. Die Oberbergischen klettern in der Tabelle zwar vorübergehend auf Rang fünf, verpassten es aber, wieder in die Spitzengruppe vorzustoßen. Der THW Kiel hat einen Zähler mehr auf dem Konto als der VfL und ist Zweiter.
Miro Schluroff war mit fünf Toren bester Werfer der Gummersbacher. Kay Smits und Julian Köster steuerten jeweils vier Tore bei. Torwart Dominik Kuzmanović glänzte mit zehn Paraden. Bester Werfer der Partie war Kiels Eric Johansson mit sechs Treffern. THW-Torwart Andreas Wolff zeigte starke 13 Paraden.
Gummersbach setzt sich früh ab
Gummersbachs Geschäftsführer Christoph Schindler forderte vor der Partie im WDR-Gespräch eine solide Abwehrleistung. In den ersten Minuten funktionierte das gut. Kiel leistete sich einige Fehlwürfe, Gummersbach konnte sich schnell absetzen. Miro Schluroff traf nach vier Minuten zum 4:1.
In einem wilden Spiel mit mehreren überhasteten Angriffen hatte die Gummersbacher Führung erst einmal Bestand. Das 9:5 durch Milos Vujovic nach 14 Minuten war der bis dahin höchste Gummersbacher Vorsprung der Partie. Bis zur Pause kämpfte sich Kiel aber wieder bis auf zwei Tore heran (15:13).
VfL nach der Pause verunischert
Nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel intensiv und teilweise wild. Der THW ließ mehrere Chancen zum Ausgleich liegen. Nach 39 Minuten traf Lukas Zerbe aber per Siebenmeter zum 17:17. Der VfL zeigte sich verunsichert, Trainer Gujin Valur Sigurdsson nahm die Auszeit.
Gebracht hat es nicht. Der Angriff blieb im Kieler Block hängen, im Gegenzug traf Rune Dahmke zur ersten Gäste-Führung der Partie (17:18). Der VfL war zu diesem Zeitpunkt bereits sechs Minuten ohne eigenen Torerfolg. Vujovic brach den Bann von der Siebenmeter-Linie zum erneuten Ausgleich.
Eine Parade von VfL-Torwart Dominik Kuzmanović brachte dann auch die Halle zurück ins Spiel. Im Gegenzug traf Mathis Häseler zur erneuten Gummersbacher Führung, die Veron Nacinovic aber direkt wieder ausglich (21:21).
Viele Fehler auf beiden Seiten
Gummersbach nutzte dann aber eine Überzahl nach einer Zeitstrafe für Kiels Domagoj Duvnjak, um sich wieder mit zwei Toren abzusetzen. Beide Mannschaften leisteten sich in dieser Phase aber einige Fehler.
Sieben Minuten vor dem Ende musste der THW dann den nächsten Rückschlag hinnehmen. Lukas Laube erwischte Köster mit der Hand im Gesicht und musste nach Videobeweis mit Rot vom Feld. Die anschließende Überzahl nutzte der VfL zumindest, um sich durch Häseler wieder mit zwei Toren abzusetzen, eine höhere Führung ließen die Gummersbacher aber durch eigene Fehler liegen.
Vidarsson vergibt Chance zum Sieg
Vier Minuten vor dem Ende waren dann die Gastgeber plötzlich in Unterzahl. Allerdings nur eine Minute, weil sich dann auch Kiels Harald Reinkind eine Zeitstrafe einfing. Schluroff nutzte das, um den VfL wieder mit zwei Toren in Führung zu werfen (25:23). Elias Ellefsen á Skipagøtu verkürzte prompt auf 25:24, ließ einen Angriff später aber die Chance zum Ausgleich liegen.
So hatte Gummersbach in der letzten Minute die Chance, den Sieg festzumachen. Vidarsson kam am Kreis auch frei zum Wurf, legte den Ball aber gut einen halben Meter am Tor vorbei. So hatte der THW doch noch die Chance zum Ausgleich. Á Skipagøtu brach durch die Mitte und traf per Aufsetzer ins Tor zum 25:25. Vidarsson versuchte es mit der Schluss-Sirene noch einmal von der Mittellinie, warf jedoch über das Tor.
Weiter geht es für den VfL am 5. November im Achtelfinale des DHB-Pokals (19 Uhr) mit einem NRW-Duell beim TBV Lemgo Lippe. Der nächste Gegner in der Bundesliga ist am 17. November (19 Uhr) die HSG Wetzlar. Kiel trifft im Pokal auf die HBW Balingen-Weilstetten (05.11.2025, 19 Uhr) und dann in dier Bundesliga auf den Bergischen HC (09.11.2025, 16.30 Uhr).
Unsere Quellen:
- Spiel VfL Gummersbach gegen THW Kiel vom 23.10.2025