Florian Kranzmann beim Siebenmeter gegen ASV Hamm-Westfalen in der letzten Saison

GWD Minden - alles für den Klassenerhalt

Stand:

Das wird nicht leicht: Aufsteiger GWD Minden steht vor einer extrem herausfordernden Saison in der Handball-Bundesliga.

Von Olaf Jansen

Gute Nachrichten für die Fans von GWD Minden: Es wird bei den Heimspielen des Bundesliga-Aufsteigers künftig schwer musikalisch zugehen: Jeder Treffer eines GWD-Spielers wird von einem persönlichen Tor-Song begleitet.

Spielmacher Ian Weber hat sich zum Beispiel für die "Gummibärenbande" entschieden: "Der Song macht mir immer gute Laune und ich hoffe, dass er auch die Leute in der Halle mitreißt. Außerdem passt er zu meinem Spielstil, da ich auf dem Feld viel herumspringe."

Auf die Heimspiele kommt es an

Was das mit Bundesligahandball in Minden zu tun hat? Sie hoffen auf viel Musik in der Kreissporthalle in Lübbecke, denn sie wissen: Auf die Heimspiele wird es vor allen Dingen ankommen, wenn man in der Beletage des deutschen Handballs bestehen will.

"Mit harter Arbeit, Teamgeist und einem guten Start werden wir in der Lage sein, die Liga zu halten", glaubt GWD-Geschäftsführer Nils Torbrügge im Gespräch mit der "Handballwoche".

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GWD muss weiter ausweichen

Dabei mussten die Mindener in den letzten Tagen eine erneute Hiobsbotschaft verkraften, was ihre eigene Kampa-Halle in Minden betrifft. Die wird derzeit saniert und sollte eigentlich ab dem 3. Spieltag endlich wieder als "echte" Heimat dienen. Doch daraus wurde nichts. Die Wiedereröffnung wurde auf unbestimmte Zeit verschoben, GWD wird auch in nächster Zukunft in der eher ungeliebten Nachbarschaft seine Heimpartien austragen müssen.

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Das wird den Kampf um den Klassenerhalt erst einmal nicht leichter machen - nur um den Nichtabstieg wird es dem Aufsteiger in dieser Saison gehen. Von vielen wird Minden als Abstiegskandidat Nummer eins gehandelt - die Ostwestfalen werden alles daransetzen, diesen bösen Omen etwas entgegenzusetzen.

Gelungene Vorbereitung macht Hoffnung

Trainer von GWD Minden: Aaron Ziercke

Hoffnung macht in jedem Fall die gelungene Vorbereitung des Teams. Im Finale eines Vorbereitungsturniers konnte das Team von Trainer Aaron Ziercke dem großen Nachbarn TBV Lemgo wirkungsvoll Paroli bieten, spielte lange auf Augenhöhe. Gegen den Kreisrivalen TuS N-Lübbecke gelang anschließend in einem Testspiel ein deutlicher Sieg.

Es gab einige Wechsel auf dem Feld: In Danilo Radovic, Lucas Grabitz, Carles Asensio und Adam Nyfjäll haben vier Spieler den Verein zum Saisonende verlassen. Im Gegenzug kamen sechs Neuzugänge zum Aufsteiger. Im linken Rückraum verstärkten sich die Mindener mit Morten Hempel Jensen vom dänischen Klub Skanderborg AGF und Karolis Antanavicius aus Österreich.

Neuzugänge mit Erfahrung

Im rechten Rückraum stieß Malte Donker vom ThSV Eisenach dazu. Zuletzt hat sich GWD dann noch bei ASV Hamm-Westfalen bedient: Rechtsaußen Jakub Sterba wechselt vom Zweitliga-Absteiger nach Minden und hat einen Ein-Jahres-Vertrag mit Option auf Verlängerung unterzeichnet. Bitter: Der neue Kreisläufer Daniel Astrup Pedersen, der aus Schweden kam, verletzte sich nach starken Vorbereitungsleistungen schwer, fällt mit einem Sehnenriss im Ellbogen für Monate aus.

Dennoch sind sie in Minden von ihren Neuzugängen überzeugt: "Wir haben Spieler geholt, die Erfahrung haben und mit Druck umgehen können", sagt Torbrügge. "Wir glauben an unsere Qualität und an unsere Idee", so der Geschäftsführer.

Funktioniert Weck auch in der Bundesliga?

Der entscheidende Mann ist aber einer, der schon länger in Minden ist: Alexander Weck. Der Rückraum-Rechtshänder markierte in der Aufstiegssaison 179 Treffer in der Zweiten Liga, erwies sich sowohl in der Offensive wie auch in der Defensive als Führungspersönlichkeit. Es wird interessant sein, wie er sich nach vielen Jahren in der Zweiten Liga nunmehr im Handball-Oberhaus schlagen wird.

Und dann ist da ja noch die neue Musikbeschallung. Am Sonntag gegen Frisch Auf Göppingen geht's mit der ersten Heimpartie los. Man hofft auf ein buntes Lieder-Potpourri in Minden.

Unsere Quellen:

  • Handballwoche
  • Webseite GWD Minden
  • Handballworld

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