Julian Köster vom VfL Gummersbach im Zweikampf gegen Lemgos Joel Willecke
Innerhalb weniger Stunden, nachdem die Tickets des VfL Gummersbach auch für dieses Spiel gegen den TBV Lemgo Lippe in den freien Verkauf gegangen waren, war wieder Schluss. Die Geschäftsstelle des VfL meldete "ausverkauft". Alle Eintrittskarten weg und zwar sage und schreibe schon zum 41. Mal in Folge.
VfL Gummersbach zum 41. Mal in Folge ausverkauft
"Das gab es in unserer Vereinshistorie noch nie", sagt Gummersbachs Geschäftsführer Christoph Schindler gegenüber WDR.de. 4.132 Plätze können die Gummersbacher Heimspiel für Heimspiel anbieten.
Davon geht aber nur weniger als ein Viertel in den freien Verkauf, denn 3.300 Plätze sind an Dauerkarten-Inhaber vergeben. 200 Tickets sind laut HBL-Statut für Gästefans reserviert.
Der VfL boomt, das hat er mit seinem Gegner vom Donnerstag gemeinsam, denn auch dem TBV Lemgo Lippe wird Woche für Woche die Bude eingerannt. Die Lipper kommen zwar nicht auf die gleiche Anzahl an restlos ausverkauften Spielen. Aber auch dort gibt es Parallelen.
Auch der TBV Lemgo hat stets eine volle Halle
In der Lipperland-Halle finden 4.520 Menschen Platz. Der TBV gibt 1.200 Sitz- und Stehplatzkarten in den freien Verkauf. Von den 4.520 Plätzen sind mehr als 2.700 durch Dauerkarten besetzt.
Lemgos Tim Suton gegen Gummersbachs Ellidi Vidarsson und Tom Kiesler
"Das entspricht knapp der Hälfte der Halle und sind rund 500 Plätze mehr, als noch in der Vorsaison", heißt es in einer aktuellen Pressemitteilung des Klubs, der zuletzt gegen den HSV Hamburg immerhin zum fünften Mal "ausverkauft" meldete.
Geht es sogar noch um die Champions League?
Aber nicht nur bei der Hallenbelegung weisen beide Klubs Gemeinsamkeiten auf. Für beide verläuft die Spielzeit auch sportlich ausgesprochen gut.
Nach dem jüngsten Überraschungssieg beim THW Kiel haben die Oberbergischen Tabellenplatz sechs mit derzeit 31:13 Punkten gefestigt und bei noch zwölf ausstehenden Spielen beste Chancen, sich einen Startplatz im internationalen Geschäft zu sichern.
Der TBV Lemgo Lippe kassierte zwar zuletzt bei den Rhein-Neckar Löwen eine Niederlage. Wegen des Verstoßes der Löwen gegen die Doping-Regularien dürften auch diese beiden Punkte am grünen Tisch an den TBV gehen, der aktuell bei 34:12 Zählern einen Minuspunkt weniger auf dem Konto aufweist als der VfL.
Gummersbach kann Lemgo Lippe überholen
Es geht also in diesem Duell am Donnerstag in der Schwalbe Arena auch um eine gute Ausgangsposition im Rennen um die Europapokal-Plätze. Meister und Vizemeister der Handball-Bundesliga qualifizieren sich direkt für die Champions League, die Plätze drei bis sechs treten in der kommenden Saison in der European League auf.
Dass sowohl der VfL Gummersbach als auch der TBV Lemgo den Westen auf internationalem Handball-Parkett vertreten werden, scheint derzeit sehr wahrscheinlich. Die Fans wird es freuen, denn dann können sie hoffen, bei den zusätzlichen Heimspielen Tickets zu ergattern.
Unsere Quellen:
- Pressemitteilung TBV lemgo Lippe
- Lippische Landeszeitung
- Christoph Schindler, Geschäftsführer VfL Gummersbach
Sendung: WDR.de, "Volle Hütte beim Westduell zwischen Gummersbach und Lemgo, 03.03.2026, 18:59 Uhr