Miro Schluroff vom VfL Gummersbach setzt zum Wurf aus dem Rückraum an

Gummersbach gelingt Überraschung gegen Flensburg

Stand:

Der VfL Gummersbach hat sich nach der Handball-Pause mit viel Elan zurückgemeldet. Die Oberbergischen setzten sich souverän gegen Favorit Flensburg-Handwitt durch.

Von Jörg Strohschein

Vor allem Dank der treffsicheren Ellidi Snaer Vidarsson (8 Tore) und Miro Schluroff (7 Tore) gelang dem VfL Gummersbach ein überraschender Heimsieg gegen den Favoriten und Tabellenzweiten SG Flensburg-Handewitt. Das Team von Trainer Gudjon Valur Sigurdsson setzte sich nach einer starken und hoch konzentrierten Leistung mit 33:26 (16:12) durch und kann nun wieder auf eine Teilnahme am internationalen Wettbewerb hoffen.

"Ich habe nicht erwartet, dass wir so hoch gewinnen würden. Flensburg hat nicht sein bestes Spiel gezeigt, aber wir haben auch überragend gespielt", sagte Gummersbachs Top-Torschütze Vidarsson bei Dyn.

Für das Team von Trainer Ales Pajovic bedeutet die Pleite dagegen ein herber und unerwarteter Rückschlag im Titelkampf. "Wir haben weder in der Abwehr noch im Angriff zu dem Spiel gefunden, das wir brauchen. Das war ein Auftritt, mit dem wir gar nicht leben können. Wir sind sehr enttäuscht von unserer Leistung", sagte Flensburgs Rückraumspieler Johannes Golla bei Dyn.

Flensburg mit EM-Blues

Die vierwöchige Handball-Pause schien die Gummersbacher nicht ihrem Rhythmus gestört zu haben, im Gegenteil: Das Sigurdsson-Team legte selbstbewusst los. Vor allem EM-Fahrer Miro Schluroff traf in der Anfangsphase gleich drei Mal bei fünf Versuchen. Der VfL lag zwischenzeitlich mit vier Toren in Führung (7:3).

Die Flensburger, bei denen gleich fünf dänische Europameister im Kader standen, brauchten eine längere Eingewöhnungszeit, um zumindest ein wenig in Fahrt zu kommen und den EM-Blues loszuwerden - was ihnen an diesem Abend aber nie so richtig gelingen sollte.

Gummersbach gewinnt gegen Flensburg

NRW-Sport 10.02.2026 01:11 Min. Verfügbar bis 10.02.2028 WDR Online

Längere Auszeit von Schluroff

Die Oberbergischen ließen sich nicht beirren und spulten souverän ihr Spiel ab. Sie verteidigten konzentriert, erzielten solide ihre Treffer und dominierten die Partie.

Und als Schluroff, der jüngst in Dänemark mit dem härtesten Wurf des Turniers (bis zu 134,1 km/h) besonders auffiel, sich eine mehrminütige Auszeit nahm, übernahmen vor allem Ellidi Snaer Vidarsson und Kay Smits den Part der Torschützen.

Den Schlusspunkt nach 30 Minuten setzte dann aber nochmal der VfL-Rückraumspieler Schluroff zum 16:12-Halbzeitstand. Die Norddeutschen hatte im ersten Durchgang eine Wurfquote von nur 41 Prozent, so wenig wie noch nie in dieser Saison.

Kuzmanovic mit vielen Paraden

Nach dem Wiederanpfiff legten die Gastgeber sofort wieder mit viel Energie los, überrumpelten die Flensburger und Schluroff setzte sich sofort erneut in Szene. Der 25-Jährige erhöhte auf 21:15.

Und weil VfL-Torhüter Dominik Kuzmanovic ebenfalls einen guten Tag erwischte und nach 35 Minuten bereits zehn Paraden zeigen konnte, zog das Sigurdsson-Team sogar auf 23:15 davon.

Diesen Acht-Tore-Vorsprung konnten die Gummersbacher bis zur 47. Minute aufrecht erhalten, womit sie die Flensburger zunehmend desillusionierter agierten. Technische Fehler und Fehlwürfe häuften sich auf Seiten der Norddeutschen. Schluroff traf zum 28:21 erneut und markierte seinen bis dahin siebten Treffer.

Die Gummersbacher hielten die Konzentration aufrecht und kamen nicht mehr in Gefahr. Am Ende siegte der oberbergische Traditionsklubs hoch verdient mit sieben Treffern Vorsprung.

Unsere Quellen:

  • Liveübertragung Dyn

Sendung: WDR.de, "Gummersbach gewinnt gegen Flensburg", 10.02.2026, 21:50 Uhr

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