Essens Torben Müsel bejubelt seinen Treffer gegen Greuter Fürth in der Relegation

Relegationsrückspiel RWE mit Mut, Zuversicht und vielen Fans nach Fürth

Stand:

Voller Zuversicht aber mit einer gehörigen Portion Respekt fährt Rot-Weiss Essen zum Relegations-Rückspiel zur SpVgg Greuther Fürth. RWE will nach 19-jähriger Abstinenz zurück in die 2. Bundesliga.

Ein traumhafter Freistoß hatte die erste Partie (1:0) zu Essens Gunsten entschieden: Torben Müsel hatte den Ball in der 62. Minute ins Netz gezirkelt.

Doch Greuther Fürth hatte schon am letzten Liga-Spieltag bewiesen, dass Vogels Team immer ein finaler Sprint zuzutrauen ist. Mit einem furiosen 3:0-Sieg hatten sich die Franken am letzten Spieltag gegen wie gelähmt wirkende Düsseldorfer durchgesetzt.

Der hohen Qualität in der Offensive mit Spielern wie Noel Futkeu, Branimir Hrgota und Felix Klaus ist sich auch Uwe Koschinat bewusst. "Noch besser, noch zielstrebiger" erwartet der RWE-Trainer den Gegner. Auch Abwehrspieler Ben Hüning, der gerade in den letzten Partien immer souveräner auf dem Platz agierte, warnt: "Es ist erst Halbzeit."

"Der schlechteste Ratgeber wäre, nur defensiv zu spielen" Uwe Koschinat, Trainer von Rot-Weiss Essen
Essens Trainer Uwe Koschinat ballt die Faust nach dem Relegation-Hinspiel-Sieg gegen Greuter Fürth

Essens Trainer Uwe Koschinat

"Die Mannschaft hat jetzt einen kleinen Vorsprung, und den gilt es, zu verteidigen. Wir werden alles unternehmen, sie vom eigenen Tor wegzuhalten", gibt Koschinat die Devise für das Rückspiel aus. Allerdings dürfe man dabei nicht passiv werden, sich nicht hinten einigeln. Auch wenn RWE ein Remis zum Aufstieg reichen würde, sagt der Trainer: "Der schlechteste Ratgeber wäre, nur defensiv zu spielen."

"In Sachen Intensität und Körperlichkeit haben wir alles reingeworfen, was möglich ist", so der Coach nach dem Hinspiel. Hier sieht er auch die Basis für das Aufeinandertreffen in Fürth: "Unsere Marschrichtung wird sein, mutig zu spielen uns selbst in Führung zu gehen, um den Druck zu erhöhen."

Koschinat nicht mit allem zufrieden

Koschinat war von dem Spiel seiner Elf beim Hinspielsieg vor allem in der ersten Halbzeit nicht mit allem einverstanden. "Mir hat missfallen, dass wir nach Ballgewinnen nicht den ersten Pass nach vorne gespielt haben, sondern häufig wieder bei Golz gelandet sind." So habe man häufig mit langen Bällen agieren müssen und den Ballbesitz verloren. Trotz alledem habe sein Team nie die defensive Kontrolle verloren.

Wie die Startelf aussehen wird, ließ der Coach noch offen. Er verriet aber, dass Abwehrspieler Lucas Brumme und/oder Stürmer Dickson Abiama, die im Hinspiel eingewechselt worden waren, seien Kandidaten für die erste Elf.

Auswärtstor-Regel gilt nicht

Auf ein mögliches Elfmeterschießen haben sich die Essener vorbereitet. "Das haben wir im Training simuliert", so Koschinat. Das käme auf RWE bei einer Ein-Tor-Niederlage zu, egal wie sie ausfallen würde: Die Auswärtstor-Regel gibt es in der Relegation seit der Saison 2021/22 nicht mehr.

Euphorie in Essen ist groß

Beim Traditionsklub, der nach seinem Zweitliga-Abstieg 2007 zeitweilig bis in die fünfte Liga abgestiegen war und in dieser Zeit zudem einen Insolvenzantrag überstand, ist die Euphorie groß. Nach dem starken Support im eigenen Stadion im Hinspiel, können die Essener auch im Rückspiel im Sportpark Ronhof auf Fan-Unterstützung setzen.

RWE geht mit voller Zuversicht in das Rückspiel

NRW-Sport 25.05.2026 00:38 Min. Verfügbar bis 24.05.2028 WDR Online

"Alle 2.297 Gästetickets verkauft" vermeldet Rot-Weiss auf seiner Webseite. Knapp 16.000 Zuschauer fasst die Arena. Koschinat freut sich über den Andrang und prognostiziert: "Die Fans werden die Hafenstraße nach Fürth tragen." Auch Torben Müsel weiß: "Wir mit den Fans im Rücken haben gezeigt, dass wir jeden Widerstand trotzen können. Wir brauchen jede Unterstützung.

Public Viewing auf dem Kennedy-Platz

Die hatte sein Team im Stadion an der Hafenstraße nach vorne getragen. So hatte sich Heiko Vogel, Trainer der SpVgg Greuther Fürth, nach dem Hinspiel beeindruckt gezeigt: "Das war Fußball in Reinkultur, ein immens lautes Stadion."

Für die RWE-Fans, die keine Tickets ergattern konnten, wurde daheim ein Public Viewing auf dem Kennedy-Platz organisiert.

Unsere Quellen:

Sendung: WDR.de "RWE geht mit voller Zuversicht in das Rückspiel" vom 25.06.2026 16 Uhr

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