Schon zur Pause führten die Gäste im Sportpark Höhenberg mit 3:0, das war gleichzeitig der Endstand. Faton Ademi brachte Aachen in der 8. Minute in Führung, Top-Torschütze Lars Gindorf legte per Doppelpack nach (21., 38.). Für die Alemannia war es das elfte Spiel in Folge ohne Niederlage (neun Siege, zwei Remis).
Sportlich hatte die Partie keine Bedeutung mehr. Weder die Alemannia, noch die Viktoria haben mit Auf- und Abstieg noch etwas zu tun. Aachen stockt sein Punktekonto auf 61 Zähler auf und steht auf Rang sieben. Die Hinrunde hatte der Verein noch auf einem Abstiegsplatz beendet.
Letztes Heimspiel für Simon Handle
Die Viktoria bleibt bei 50 Punkten und steht auf Rang elf. Ein emotionales Spiel war es für Simon Handle, der nach neun Jahren in Köln sein letztes Heimspiel in Höhenberg bestritt. Er wird seine Karriere nach der Saison beenden.
Auf dem Rasen war schon früh klar, in welche Richtung das Spiel laufen würde. Aachen dominierte von Beginn an. Es war aber ein Konter, der nach acht Minuten die Führung brachte. Jonas Oehmichen sicherte einen langen Ball auf der linken Seite und legte die Kugel in die Mitte. Ademi hatte keine Probleme, aus fünf Metern einzuschießen.
Gindorf trifft und trifft
Die Alemannia nahm den Fuß nicht vom Gas, sondern lief die Kölner immer wieder hoch an. Und im letztem Drittel kombinierte der TSV flüssig. So wie in der 21. Minute: Pierre Nadjombe wurde auf der rechten Seite freigespielt. In der Mitte scheiterte Gindorf erst an Verteidiger Robin Velasco, drückte den zweiten Ball aber über die Linie.
Es war Gindorfs 24. Saisontreffer und Nummer 25 folgte noch vor der Pause. Mehdi Loune nutzte einen Fehler im Kölner Spielaufbau und schnappte sich den Ball. Gindorf behauptete sich in der Mitte gegen seinen Gegenspieler und traf platziert ins rechte Eck (38.).
Gindorf verpasst Tor Nummer drei
Viktorias Trainer Marian Wilhelm reagierte und brachhte zur zweiten Halbzeit mit Jakob Sachse und Florian Engelhardt zwei neue Offensivkräfte. Die nächste Chance hatte aber wieder die Alemannia. Gindorf schoss einen Freistoß aus 18 Metern knapp vorbei (51.).
In der 60. Minute meldete sich dann auch die Viktoria zum ersten Mal offensiv an. Nach Flanke von Handle brachte Sachse Alemannia-Keeper Fotios Pseftis in Bedrängnis, der Grieche fischte den Flugkopfball aber noch aus dem Winkel.
Emotionale Ein- und Auswechslung
Kurze Zeit später gab es großen Applaus von den rund 3.500 Aachener Fans im Sportpark Höhenberg. Mika Hanraths, etatmäßiger Kapitän des TSV, feierte nach lange Verletzungspause sein Saisondebüt.
Auf dem Platz tat sich danach wenig. Aachen drückte auf den vierten Treffer. Die beste Chance vergab Fabio Torsiello, der frei auf Viktoria-Torhüter David Richter zulief, sich dann aber verzettelte.
Den emotionalen Schlusspunkt setzte die Auswechslung von Handle, der in der 88. Minute unter Tränen zum letzten Mal das Spielfeld im Sportpark Höhenberg verließ.
Viktoria muss nach Duisburg
Am letzten Spieltag ist die Viktoria am kommenden Samstag (13.30 Uhr) beim MSV Duisburg zu Gast, Aachen empfängt zur selben Zeit den TSV Havelse.
Unsere Quellen:
- Spiel Viktoria Köln - Alemannia Aachen am 10.05.2026
Sendung: WDR.de, "Aachen gewinnt auch gegen Viktoria Köln", 10.05.2026, 18.31 Uhr