Der SC Verl hat seine Aufstiegsambitionen eindrucksvoll untermauert. Die Ostwestfalen gewannen am Sonntag das Verfolgerduell gegen den VfL Osnabrück klar mit 4:1 (2:0). Damit schob sich der SC in der Tabelle an den Gästen vorbei auf Platz drei.
Verl profitiert von Jonsson-Patzer
Nach einer zerfahrenen Anfangsphase brachte ein Doppelschlag binnen vier Minuten die Verler früh auf die Siegerstraße. Das erste Tor ging dabei klar auf die Kappe von VfL-Keeper Lukas Jonsson, dem bei schwierigen Platzverhältnissen ein eigentlich haltbarer Schuss von Alessio Besio durch die Hosenträger rutschte (15.). Kurz darauf ließen sich die Gäste eiskalt auskontern: Oualid Mhamdi hatte auf der rechten Seite richtig viel Platz und konnte ungestört in den Sechzehner eindringen. Mit seinem Flachschuss ließ er Jonsson keine Chance.
Die Osnabrücker mussten sich jetzt erstmal schütteln. Die Gegentreffer haben ihnen sichtbar zugesetzt, zumal sie bis dahin die bessere Mannschaft waren. Robin Meißner hatte aus der Drehung die erste Chance der Partie und auch Lars Kehl verzeichnete per Kopf eine gute Möglichkeit. Anders als den Verlern fehlte dem VfL aber auch das Quäntchen Glück.
Hausherren verpassen höhere Führung
Doch auch wenn das 0:2 eine ordentliche Hypothek darstellte - aufgeben kam für die Gäste nicht in Frage. In der 23. Minute köpfte Bjarke Jacobsen eine Ecke nur knapp am Tor vorbei. In der Folge verflachte die Partie jedoch ein wenig. Osnabrück fiel im Spiel nach vorne nicht viel zwingendes ein, der Sportclub verzichtete angesichts der komfortablen Führung auf jegliches Risiko.
In der 41. Minute wäre dann aber doch fast noch das 3:0 gefallen. Nach einem Freistoß tauchte Berkan Taz frei vor Jonsson auf, scheiterte im Eins-gegen-eins aber am Keeper. So blieb es zur Pause bei der Zwei-Tore-Führung.
Osnabrücks Trainer Timo Schultz hat in der Kabine aber offenbar die richtigen Worte gefunden, denn sein Team kam mit deutlich mehr Schwung zurück auf den Platz. Meißner näherte sich in der 53. Minute dem Verler Kasten, sein Volleyschuss war aber zu unplatziert. Doch drei Minuten später war der Ball drin: David Kopacz schenkte dem VfL neue Hoffnung.
SC-Coach Strobl mit dem goldenen Händchen
Die währte jedoch nur kurz - auch weil Verls Coach Tobias Strobl ein goldenes Händchen bewies. Er brachte in der 62. Minute mit Jonas Arweiler einen frischen Stürmer und der Joker stach sofort. Arweiler ließ mit einem Haken seinen Gegenspieler aussteigen und stellte mit seinem zweiten Ballkontakt den alten Abstand wieder her. Und damit nicht genug. Keine drei Minuten später war Arweiler erneut erfolgreich - das 4:1 war bereits sein siebtes Saisontor.
Die Osnabrücker erwischten einen gebrauchten Tag. Als wäre der erneute Doppelschlag nicht schon schlimm genug, musste der erst zur Pause eingewechselte Kai Pröger in der 67. Minute schon wieder angeschlagen raus. Die Verler dagegen hatten jetzt richtig Spaß an dem Spiel und durch Timur Gayret, Taz und Kapitän Niko Kijewski weitere hochkarätige Chancen. Unterdessen war der Widerstand der Osnabrücker gebrochen. So hatte der Sportclub keinerlei Mühe den Sieg ins Ziel zu bringen.
Verl reist nach Havelse
Für den SC Verl geht es am kommenden Wochenende zumindest auf dem Papier mit einer durchaus lösbaren Aufgabe weiter. Die Ostwestfalen reisen zum Vorletzten TSV Havelse. Anpfiff ist am Samstag um 14 Uhr.
Unsere Quellen:
- Drittliga-Spiel SC Verl gegen VfL Osnabrück vom 30.11.2025