Aufstiegstraum in Essen | Aktuelle Stunde

WDR 02:40 Min. Verfügbar bis 16.05.2028

Rot-Weiss Essen Hünings Last-Minute-Tor hält Aufstiegs-Traum am Leben

Stand:

Last-Minute-Wahnsinn in Ulm: Durch einen Treffer in der Nachspielzeit hat sich Rot-Weiss Essen Relegationsplatz drei gesichert. Stimmen zum Spiel und wie es jetzt weitergeht.

Beim bereits vor der Partie als Absteiger feststehenden SSV Ulm setzte sich Rot-Weiss Essen am letzten Spieltag am Samstag mit 3:2 (2:2) durch und verdrängte den MSV Duisburg von Platz drei. Der MSV kam zeitgleich gegen Viktoria Köln nicht über ein 1:1 hinaus und wird Tabellenvierter.

Rot-Weiss Essen schießt sich in der Nachspielzeit in die Relegation

In der 2. Minute der Nachspielzeit drückte Ben Hüning den Ball nach einer Ecke zum 3:2 über die Linie und brachte den Fan-Block Essens zum Explodieren. "Ich bin immer noch sprachlos, das ist wohl der krasseste Moment meiner Karriere", sagte Hüning nach der Partie bei "MagentaSport". "Es ist unfassbar, was hier los ist, die Mannschaft ist der Wahnsinn. Wir sind zurecht jetzt in der Relegation. Der Torwart hatte einen Wahnsinns-Tag. Aber wir sind immer wieder angerannt und haben den Ball über die Linie gedrückt - einfach unfassbar geil."

Die Mannschaft von Trainer Uwe Koschinat trifft nun in der Aufstiegsrelegation auf den Tabellen-16. der 2. Bundesliga. Der Gegner wird am Sonntag (15.30 Uhr) am letzten Spieltag der 2. Liga ermittelt. "Gut, dass die Mannschaft bis zum Schluss dran geglaubt hat", sagte Koschinat. "Die Energie in der Relegation wird grenzenlos sein. Ich könnte mir vorstellen, es eskaliert jetzt in Essen." Das Hinspiel findet am Freitag (22. Mai) in Essen statt, das Rückspiel am 26. Mai.

Rot-Weiss Essen sichert sich die Aufstiegs-Relegation

NRW-Sport 16.05.2026 00:59 Min. Verfügbar bis 15.05.2028 WDR Online

RW Essen mit Top-Start in Ulm

Die Ausgangslage vor dem letzten Spieltag war klar: Als Tabellenvierter hatte RWE den Aufstieg nicht mehr in eigener Hand und musste auf Ausrutscher der Konkurrenten Duisburg und Cottbus hoffen - und sein Spiel in Ulm möglichst gewinnen.

Torjubel zum 0:1 durch Torben Müsel (r.)

Essen zeigte sich vom Anpfiff weg fest entschlossen und nutzte die erste Chance der Partie zur Führung. Jaka Cuber Potočnik zog nach einem langen Ball von Jannik Hofmann von rechts in den Ulmer Strafraum und lockte SSV-Keeper Christian Ortag heraus. Potočnik passte den Ball quer zu Torben Müsel (2.), der den Ball noch annehmen konnte und aus mittlerer Distanz ins leere Tor traf.

Essen rennt an - und lädt Ulm ein

RWE blieb das dominante Team, schnürte die Gastgeber phasenweise am eigenen Strafraum ein und erspielte sich eine Reihe von Chancen. Ortag parierte einen Distanzschuss von Michael Kostka (11.) sowie Kopfbälle von Potocnik (12.) und Tobias Kraulich (16.). Ein Zuspiel von Safi von der linken Seite verlängerte Mizuta weiter in die Mitte des Ulmer Strafraums zum frei stehenden Potocnik (27.), der zu mittig abschloss und wieder an Ortag scheiterte.

Im direkten Gegenzug kassierten die Essener beim ersten ernsthaften SSV-Angriff den Ausgleich. Nach Ulms Konter ließ Essens Kraulich im RWE-Strafraum bei einem Haken von Lucas Röser das Bein stehen, es gab Fouelelfmeter. Röser (28.) trat an und traf sicher unten rechts ins Eck zum 1:1. Es war bereits der 14. RWE-Gegentreffer in dieser Saison nach einem Elfmeter.

Und es kam noch dicker für Essen. Bei einem Rückpass zu seinem Torwart Jakob Golz übersah Essens Hofmann Gegenspieler Dennis Chessa (35.), der dazwischen sprintete, Golz umdribbelte und zum 2:1 für Ulm einschob. Potocnik (37.) hätte beinahe die direkte Antwort parat gehabt, konnte Ortag aber erneut nicht überwinden.

Müsel-Hammer bringt RWE den Ausgleich

Essen ließ sich nicht entmutigen und spielte weiter nach vorne. In der 40. Minute kam der Ball kurz hinter der Ulmer Strafraumgrenze zu Müsel (40.), der seinen Frust in den Schuss packte und die Kugel wuchtig an den linken Innenpfosten zum 2:2 setzte. Kurz vor der Halbzeitpause köpfte Müsel (45.) nach einer Ecke stark in Richtung des linken Winkels, doch Ortag vereitelte mit einer weiteren Glanztat auch diese Möglichkeit.

Ortag bringt Essen zum Verzweifeln

Essen arbeitete an seinem dritten Treffer, fand aber immer wieder seinen Meister in SSV-Torhüter Ortag: Nach einer Parade bei einem Distanzschuss von Kaito Mizuta rappelte sich Ortag blitzschnell wieder auf und wehrte den Nachschuss aus kurzer Distanz von Potocnik (53.) ab. Auch bei einem Kopfball von Dickson Abiama (68.) nach einer Flanke von der rechten Seite war Ortag die Endstation.

Ab der 71. Minute spielte Ulm in Unterzahl, nachdem Lukas Mazzag nach einer Grätsche gegen Hofmann die Gelb-Rote Karte gesehen hatte. Es spielte nur noch RWE, das immer wieder anlief und Chancen zeitweise im Minutentakt hatte. Unter anderem traf Müsel (85.) mit einem Versuch aus der Distanz nur den Innenpfosten.

Hüning wird zum Helden

Dann kam Hüning (90.+2): Nach einer Mizuta-Ecke scheiterte Kraulich zunächst mit Kopf und Fuß an blockenden Ulmern, doch Hüning setzte nach und traf aus kurzer Distanz.

Wie es für RWE jetzt weitergeht

In der Relegation trifft RWE nun auf den 16. der 2. Bundesliga. Das Hinspiel in Essen findet dabei am 22. Mai statt, das Rückspiel beim Zweitliga-Gegner am 26. Mai. Gegen wen es für Rot-Weiss Essen geht, entscheidet sich am Sonntag, 17. Mai. Greuter Fürth, Arminia Bielefeld, Fortuna Düsseldorf und Eintracht Braunschweig sind die wahrscheinlichsten Gegner. Rein rechnerisch kann das Spiel auch noch gegen Dynamo Dresden gehen.

Unsere Quellen:

  • Drittliga-Spiel SSV Ulm gegen Rot-Weiss Essen am 16.05.2026 (Live-Übertragung bei MagentaSport)

Sendung: WDR.de, "Rot-Weiss Essen sichert sich die Aufstiegs-Relegation", 16.05.2026, 15:47 Uhr

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