Ella Touon jubelt

Ella Toulon schießt die SGS Essen ins Pokal-Halbfinale

Stand:

Die SGS Essen hat die Überraschung gegen Favorit Werder Bremen geschafft und ist ins Halbfinale des DFB-Pokals eingezogen. Ella Toulon setzte den entscheidenden Akzent.

Es war ein Abend, den Ella Toulon und auch die 1702 Zuschauer im Stadion an der Essener Hafenstraße nicht so schnell vergessen werden: Die 22 Jahre alte Schweizerin, die in Düsseldorf geboren wurde, erzielte den Treffer des Tages (43.) im DFB-Pokal-Viertelfinale zum 1:0 (1:0) zwischen der SGS Essen und Werder Bremen. Damit hat die SGS die große Überraschung geschafft und den Favoriten von der Weser besiegt.

Dieser erste Sieg der Essenerinnen in diesem Jahr dürfte dem in der Frauen-Bundesliga akut abstiegsbedrohten Team von Trainerin Heleen Jaques vor allem neues Selbstbewusstsein geben, auch in der Liga konkurrenzfähig sein zu können.

Der selbst ernannte Ausbildungsverein, der ohne die Unterstützung eines finanzkräftigen Großklubs auskommen muss, bekommt für das Erreichen der Runde der letzten vier Teams 80.000 Euro. Ein für die Essenerinnen wesentlicher Beitrag zum schmalen Gesamtbudget.

Viel Leerlauf

Die Bremerinnen waren in der Anfangsphase das spielbestimmende Team, ohne aber gefährlich vor das gegnerische Tor zu kommen. Die Gastgeberinnen benötigten rund 20 Minuten, um das Spiel ausgeglichen gestalten zu können. Aber auch dem Team von Trainerin Jaques konnte bis auf ein paar erfrischende aber ziellose Dribblings von Offensivspielerin Natasha Kowalski keine Akzente im gegnerischen Strafraum setzen.

SGS Essen wirft Werder Bremen aus Pokal

NRW-Sport 11.03.2026 00:40 Min. Verfügbar bis 10.03.2028 WDR Online Von Anne van Eickels

Es dauerte bis 34. Minute, bis die erste Torchance des Spiels entstand. Bremens Mara Alber setzte sich über die linke Seite gegen Essens Lena Ostermeier durch, zog in den Strafraum und versuchte es aus spitzem Winkel. SGS-Torhüterin Luisa Palmen war aber zur Stelle und parierte. Drei Minuten später hatte Werder-Spielerin Lina Hausicke nach einer Hereingabe eine Kopfballchance, sie setzte den Ball aber zu hoch an.

Kompakte Defensive

Beke Sterner hatte dann nach 40 Minuten die erste Chance der Essenerinnen, ihr Schuss aus 14 Metern landete aber neben dem Bremer Tor. Sterner war es auch, die kurz darauf die Führung der SGS vorbereitete. Ihre Flanke quer durch den Bremer Strafraum kam zu Toulon, die völlig freistehend und eiskalt aus zehn Metern zum 1:0 verwandelte.

Direkt zu Beginn der zweiten Hälfte versuchten die Bremerinnen den Druck zu erhöhen und den Ausgleich zu erzielen. Aber die Essenerinnen agierten sehr kompakt, engagiert und kompromisslos in der Defensive und ließen kaum Lücken offen. Die Partie entwickelte sich zu einem echten Pokalfight, bei dem dem Team von Werder-Trainerin Friederike "Fritzi" Kromp die nötige Genauigkeit im Abschluss fehlte.

Die Essenerinnen schafften es allerdings auch immer häufiger sich zu befreien und strahlten auch im zweiten Durchgang mehr Torgefahr aus als die Bremerinnen, die seltsam gehemmt ob der Intensität der Gastgeberinnen wirkten. Der Sieg der SGS war schließlich verdient und mit viel Leidenschaft erkämpft.

Unsere Quellen:

  • Sky Sport

Sendung: WDR.de, "SGS Essen wirft Werder Bremen aus Pokal", 11.03.2026 20:52 Uhr

Quelle: jst

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