Die Haie setzten sich am Sonntag in einer defensiv geführten Partie mit 1:0 (0:0, 1:0, 0:0) durch und vergrößerten den Abstand auf den Tabellenzweiten Mannheim auf 18 Punkte, da die Adler bei den Straubing Tigers zeitgleich eine 2:3-Niederlage einstecken mussten. Der bisherige Dritte München wurde von Straubing auf Platz vier verdrängt.
In den übrigen fünf Vorrundenspielen können die Haie damit nicht mehr von der Tabellenspitze verdrängt werden. Das "goldene" Tor für die Kölner, die ihren ersten Saisonsieg gegen München feierten, erzielte GregorMacLeod (35.).
Spiel auf Augenhöhe von Beginn an
Nach dem ersten Bully entwickelte sich umgehend ein Spiel auf Augenhöhe, in denen beide Teams den Weg nach vorne suchten. Die Münchner hatten im ersten Drittel die hochwertigeren Chancen und scheiterten durch Yasin Ehliz (5.), Taro Hirose (5.) und Brady Ferguson (15.) allein drei Mal an der Latte oder am Pfosten.
Auch die Haie kamen zu Möglichkeiten - etwa nach einem Gegenstoß durch Robin van Calster (3.) oder bei einem Schuss durch Ryan MacInnis (14.) aus dem rechten Bullykreis, doch EHC-Keeper Mathias Niederberger war jeweils zur Stelle. Die hohe Intensität hatte für die Gastgeber im ersten Abschnitt zwei Zeitstrafen zur Folge, für Köln sogar drei.
MacLeod bringt Köln in Führung
Im Mittelabschnitt ging es deutlich ruhiger zu. Die Haie starteten in Unterzahl in das Drittel, überstanden das Münchner Powerplay aber ohne einen Abschluss der Gastgeber. Doch auch die Kölner konnten offensiv keine klaren Akzente setzen. Beide Mannschaften konzentrierten sich nun auf das Verteidigen, die Goalies Niederberger und sein Haie-Kollege Janne Juvonen zeigten weiter eine souveräne Vorstellung.
Erst in der 30. Minute wurde es nach einem misslungenen Konter der Haie gefährlich, doch Münchens Brady Ferguson blieb nach einem angetäuschten Pass mit einem Versuch auf das kurze Eck an Juvonen hängen. Nach einem Powerbreak investierte Köln wieder mehr in die Offensive und wurde mit der Führung belohnt. In einen Schuss von Valtteri Kemiläinen, der das EHC-Tor eigentlich deutlich verfehlt hätte, hielt MacLeod (35.) mit dem Rücken zum Tor seinen Schläger rein schob die Scheibe so am überraschten Niederberger vorbei. München kam anschließend zu keinen nennenswerten Abschlüssen - ehe mit Tobias Rieder (40.) der nächste Münchner an der Latte scheiterte.
Haie verteidigen Führung im Schlussabschnitt
Im Schlussabschnitt ließ Kölns Kevin Niedenz (42.) zwei Münchner Verteidiger stehen und zog weiter Richtung Tor, verpasste bei seinem Rückhandschuss aber das 2:0 für die Haie. Eine Minute später konterte Köln über Brady Austin (43.), dessen Versuch vom linken Bullykreis das kurze Eck knapp verfehlte. Die Haie blieben die wachere Mannschaft, München lief hinterher. MacLeod scheiterte aus kurzer Distanz an EHC-Torhüter Niederberger (46.).
In den letzten zehn Minuten waren die Gastgeber wieder etwas besser im Spiel, kamen aber kaum in aussichtsreiche Positionen. Nach einer kleinen Strafe wegen Spielverzögerung gegen Kölns Oliwer Kaski (50.) spielte München noch einmal in Überzahl, doch Köln verteidigte in diesem Powerplay erneut souverän alles weg. Drei Minuten vor Spielende kassierte Köln eine kuriose Zeitstrafe wegen Spielverzögerung, nachdem sich Nate Schnarr sich auf den Puck gesetzt hatte. München nahm den Torwart heraus, lief bei 6 gegen 4 immer wieder an, kam aber einfach zu keiner vernünftigen Abschlusschance.
Köln empfängt Augsburg
Weiter geht es für den KEC am kommenden Mittwoch (19.30 Uhr) mit einem Heimspiel gegen die Augsburger Panther. Der EHC München tritt zur selben Zeit bei den Iserlohn Roosters an.
Unsere Quellen:
- Spiel EHC Red Bull München gegen Kölner Haie vom 01.03.2026
- Streamingdienst MagentaSport
- Internetauftritt der Deutschen Eishockey Liga (DEL)
Sendung: "MacLeod-Tor reicht Kölner Haien zum Sieg in München", WDR.de, 01.03.2026, 19:46 Uhr