Wenn in der Nacht von Freitag auf Samstag der Draft der NHL beginnt, dann wird auch Eduard Lewandowski mitfiebern. Schließlich wünscht der ehemalige deutsche Eishockey-Nationalspieler und langjährige DEL-Profi seinem Sohn David nichts sehnlicher als das, was ihm in seiner Karriere verwehrt geblieben ist: einen Einsatz in der besten Liga der Welt.
Ausbildung bei der Düsseldorfer EG
Zwar wurde Vater Eduard im Jahr 2003 von den damaligen Phoenix Coyotes in der achten Runde gedraftet, auf dem Eis stand der heute 44-Jährige in der NHL allerdings nie. David Lewandowskis Chancen stehen besser. Der 18 Jahre alte Stürmer, der erst im Oktober 2024 von der Düsseldorfer EG in die kanadische Juniorenliga WHL zu den Saskatoon Blades gewechselt war, könnte Experten zufolge bereits in der dritten Runde ausgewählt werden.
David Lewandowski bei der U20-Weltmeisterschaft 2024 im DEB-Trikot
Der 1,89 Meter große Lewandowski gilt als abschlussstark und gut in der Puck-Behandlung. Bei den Düsseldorfern hatte Lewandowski alle Jugendmannschaften durchlaufen, ehe er den Schritt ins deutlich ambitionierte nordamerikanische Eishockey wagte. Vater Eduard trainierte Sohn David in Düsseldorf und ist nach wie vor Jugendtrainer bei der EG.
NHL-Draft 2024: gute Chancen für drei Deutsche
Nachdem im vergangenen Jahr nicht ein Deutscher gezogen worden war, dürfte es in diesem wieder besser laufen. Dass ein deutsches Talent früher als Runde drei ausgewählt wird, ist aber äußerst unwahrscheinlich. Neben Lewandowski haben wohl Stürmer Maxim Schäfer von den Eisbären Berlin und Verteidiger Carlos Händel (Halifax Mooseheads/QMJHL) die besten Chancen, bei einem der 32 Teams unterzukommen. Gedulden müssen sie sich wohl bis Samstag (18 Uhr MESZ), wenn die Runden zwei bis sieben beginnen.
Vorher dürfen die New York Islanders zuerst auswählen. Der viermalige Stanley-Cup-Sieger hatte die Draft-Lotterie gewonnen, trotz der geringen Wahrscheinlichkeit von 3,5 Prozent. Es gilt als ausgemacht, dass sich die Islanders in Los Angeles die Dienste von Verteidiger Matthew Schaefer sichern werden. Auch Angreifer Michael Misa wird hoch gehandelt.
Draft-Klasse vermeintlich schwächer als in der Vorjahren
Potenzielle Superstars wie die Top-Picks der letzten Jahre, Connor Bedard (2023/Chicago Blackhawks) und Macklin Celebrini (2024/San Jose Sharks), hat der Draft allerdings nicht zu bieten.
Unsere Quellen:
- Webseite des deutschen Eishockey-Bundes
- Sport-Informations-Dienst