Die Krefeld Pinguine haben nach dem sportlichen Aufstieg in die Deutsche Eishockey Liga die Lizenzunterlagen eingereicht und die fällige Gebühr überweisen. Das teilte der Verein zwei Tage vor Ablauf der Frist mit. Der Traditionsklub hatte im April die Meisterschaft in der zweiten Liga gegen die Kassel Huskies perfekt gemacht.
Im Anschluss wurde viel gerechnet und gebangt. Jetzt ist klar: "Wir haben es gemeinsam mit vereinten Kräften geschafft, die Voraussetzungen zu schaffen, um nächste Saison in der DEL zu spielen", ließ Pinguin-Geschäftsführer Peer Schopp am Freitag alle aufatmen. Dies sei "eine besondere und herausragende Leistung aller alten und neuen Gesellschafter und aller Kollegen aus der Vereinsführung und der Geschäftsstelle".
Die Pinguine wollen also ihr sportliches Aufstiegsrecht wahrnehmen. Die finale Entscheidung liegt nun bei der Deutschen Eishockey-Liga. Sollte diese den Antrag ablehnen, blieben die Dresdner Eislöwen als sportlicher DEL-Absteiger Erstligist.
Großes Engagement im Klub
Noch vor wenigen Tagen sei völlig offen gewesen, ob die Krefeld Pinguine die wirtschaftlichen Voraussetzungen für eine DEL-Teilnahme "seriös und nachhaltig darstellen können", so Gesellschafter Tobias Polka. Denn der klamme Klub musste zunächst einige finanzielle Hürden aus dem Weg räumen, um allein die geforderte Lizenzgebühr von 1,4 Millionen Euro stemmen zu können.
Das ist nun offenbar gelungen. Gesellschafter Matthias Voigt lobte das große Engagement aller Beteiligten rund um den Verein. "Nun wollen wir mit diesem Enthusiasmus das schon gestärkte schwarz-gelbe Fundament noch weiter festigen, gerade jetzt über den Sommer."
Höhere Spielklasse bedeutet höhere Kosten
Sportlich haben sich die Pinguine in der vergangenen Saison durchaus erstligareif präsentiert. Die Mannschaft von Trainer Thomas Popiesch dominierte die Konkurrenz über weite Strecken und marschierte ungeschlagen durch die Playoffs. Doch ein Aufstieg bedeutet eben auch deutlich höhere Kosten - für Spielbetrieb, Lizenzauflagen, Personal und Infrastruktur.
Matthias Voigt begegnet diesen finanziellen Herausforderungen auch mit einer Portion rheinischer Zuversicht und schließt mit den Worten: "Et hätt noch immer jot jejange."
Unsere Quellen:
- Pressemitteilung der Krefeld Pinguine
- Nachrichtenagentur dpa
- Rheinische Post
Sendung: WDR 2 Rhein und Ruhr, Lokalzeit, "Krefeld Pinguine beantragen Erstliga-Lizenz", 15.05.2026, 12.20 Uhr