Ein (Neu-) Anfang ist gemacht. Sechs Partien sind in der DEL 2 bislang gespielt, davon hat die Düsseldorfer Eislauf-Gemeinschaft (DEG) drei gewonnen. Für einen Absteiger eine ordentliche Bilanz. Aber die DEG ist ja kein normaler Absteiger. Der Traditionsklub aus der Landeshauptstadt ist schließlich achtfacher Deutscher Meister.
DEG-Geschäftsführer Niederberger - "Es geht nur gemeinsam"
Sport. 10.10.2025. 05:19 Min.. Verfügbar bis 10.10.2026. WDR.
Damit befindet sich die DEG früh in der Saison bereits in den oberen Tabellenregionen. "Wir wollten in die Playoffs kommen, das ist unser Ziel", sagt Andreas Niederberger dem WDR. "Und in den Playoffs kann viel passieren. Wir haben eine Mannschaft, die mithalten kann. Nicht mehr und nicht weniger."
Neues Team, neuer Trainer
Der neue Geschäftsführer der DEG hat gemeinsam mit seinem Kollegen Rick Amann die nicht ganz einfache Aufgabe, aus dem zuletzt wirtschaftlich wie sportlich abgestürzten Klub in den nächsten Jahren wieder ein Gebilde zu formen, dass im besten Fall wieder an die guten Zeiten anknüpfen kann. Minimales Ziel dürfte der Wiederaufstieg sein.
Die DEL 2 ist allerdings absolutes Neuland für die Düsseldorfer, die als Gründingsmitglied der DEL 25 Jahre in Folge in der höchsten Klasse gespielt hat.
20 neue Spieler und mit Rich Chernomaz ein neuer Trainer müssen sich in den kommenden Wochen und Monaten zu einem erfolgreichen Team entwickeln. "Die Jungs geben nicht auf. Es ist jetzt schon eine Mannschaft die für einander einstehen. Eine gute Chemie zwischen den Menschen ist entstanden", sagt Niederberger. Zusammenhalt ist auch gefragt in der DEL 2, die sich vom Spiel-Tempo kaum noch von der Eliteklasse DEL unterscheidet.
Vorfreude auf das Derby in Krefeld
"Mich konnte da nicht viel überraschen, weil ich durch meinen Sohn Leon, der in Krefeld gespielt hat, sehr nah dran war", sagt Niederberger, der indes einen wesentlichen Unterschied zur höchsten Liga ausgemacht hat. "Die Fehleranfälligkeit der Mannschaften ist noch deutlich höher als in der DEL", sagt Niederberger.
Die Rahmenbedingungen für die DEG sind geschaffen, für die laufende und die darauf folgende Spielzeit ist die Finanzierung gesichert. Nun geht es darum, dass die Spieler dafür sorgen, dass eine neue Begeisterung in Düsseldorf für den Traditionsklub entsteht. Für sportlichen Erfolg - und weitere finanzielle Unterstützung von potentiellen Sponsoren.
Einen ersten Schritt in diese Richtung können die Düsseldorfer Profis bereits am Freitagabend (19.30 Uhr) machen. Dann tritt die DEG zum Derby bei den nur rund 40 Kilometer entfernten Krefelder Pinguinen an. Ebenfalls ein Klub, der lange in der DEL Gegner der DEG war.
Die Brisanz ist außerordentlich groß. "Ob das Derby in der ersten oder zweiten Liga stattfindet, spielt keine Rolle. Das ist die Kerze auf der Torte, das ist immer etwas Besonderes", sagt Niederberger.
Unsere Quellen:
- Interview mit DEG-Geschäftsführer Andreas Niederberger