Beispiele findet man überall: In Herne haben Unbekannte ein frisch saniertes WC in einem Tierpark sofort wieder beschmiert. In Bochum wurden sogenannte Smartbänke beschädigt und Teile mitgenommen. In Bottrop wurde ein Spielgerät auf einem relativ neuen Spielplatz so kaputtgemacht, dass es aus Sicherheitsgründen gesperrt war. Auch Friedhöfe sind immer wieder Ziel von Dieben mit Zerstörungslust. Oft ist der emotionale Schaden dann höher als der finanzielle. Die beliebte Halde Haniel in Bottrop war in der Vergangenheit gleich mehrfach betroffen: Einige der Totems, ein Kunstwerk aus bemalten Bahnschwellen, auf dem Gipfel wurden 2022 abgesägt. Der Schaden: 100.000 Euro. 2024 waren dann die Kupferplatten des Kreuzweges das Ziel – wohl von Metalldieben. An den Stationen entstanden schwere Schäden.
Wer macht so etwas? Wie lassen sich Dinge im öffentlichen Raum besser schützen? Woher kommt die Lust an der Zerstörung und die niedrige Hemmschwelle, etwas kaputtzumachen, das für andere eine Bedeutung hat?
Darüber wollen wir mit Ihnen und folgenden Gästen diskutieren:
- Guido Hofmann, Künstler aus Bottrop
- Nora Schrage-Schmücker, "Engagierte Stadt" Bottrop
- Kai Seidensticker, Landeskriminalamt NRW
Redaktion: Anika Rohrer und Antje Seemann
Moderation: Judith Schulte-Loh und Olaf Biernat