Immer mehr Menschen entdecken Yoga für sich. Aus ganz verschiedenen Gründen: Fitness, mehr Beweglichkeit, als sanften Sport oder als spirituelle Übung. Eine Variante ist das sogenannte Christliche Yoga.
Lockere Schultern mit der Bibel
Pia Wick lehrt mit diesem Hintergrund Yoga. Ihre Übungen sind in der Regel vergleichbar mit denen in Studios mit oder ohne hinduistisch-spirituellen Hintergrund. Ihre Deutungen allerdings zieht Pia Wick aus ihrer Lektüre der Bibel. Einen Vers wie "Mein Joch ist leicht" nimmt sie als Hintergrund für Übungen, die auf lockere Schultern zielen. Pia Wick ist Christin – deswegen wollte sie Yoga betreiben, ohne in andere spirituelle Welten einzutauchen. Yoga ist eine Methode, sagt sie, keine Religion.
Glaube muss körperlich sein
Pia Wick hat Yoga in einer tiefen Lebenskrise entdeckt. Damals merkte sie, dass ihr die herkömmliche Seelsorge nicht ausreicht. Trost musste auch eine körperliche Dimension haben, und die fand sie im Yoga. Auch über Trauerarbeit hinaus ist die Schweizerin aus dem Ruhrgebiet überzeugt: Glauben darf nicht nur auf den Geist zielen, er braucht auch eine körperliche Dimension. Ihr Christliches Yoga vermittelt sie mittlerweile mit einem eigenen Institut.
Zur Person:
Pia Wick wurde 1965 in Basel geboren. Seit langem lebt sie mit ihrem Mann und ihrer Familie im Ruhrgebiet. Pia Wick arbeitete als Grundschullehrerin, bevor sie in einer schweren persönlichen Krisenzeit das Yoga für sich entdeckte. Seit 2022 vermittelt sie das von ihr entwickelte Christliche Yoga über ihr Sela Institut.
Literatur:
Pia Wick: Christliches Yoga – Beten mit Leib und Seele, Luther-Verlag 2022, 240 S., 20 Euro
Moderation: Kirsten Dietrich
Redaktion: Christina-Maria Purkert