Warum mehr Platz nicht reicht – Nutztierhaltung auf neuen Irrwegen?
Vegetarische und vegane Ernährung sind im Trend, aber der Verzehr tierischer Produkte bleibt hoch. Unsere Fleisch- und Milchprodukte stammen dabei oft von Tieren, die unter schmerzhaften Krankheiten leiden – selbst in den höheren Haltungsstufen.
Von Jantje Hannover
Um den Hunger nach Fleisch, Milch und Eiern zu decken, leben mehr als 33 Millionen Schweine, Rinder und Schafe, auf deutschen Höfen, dazu kommen fast 170 Millionen Nutzvögel, wie Hühner und Puten.
Viele von ihnen leiden an sogenannten Produktionskrankheiten, die vor allem durch Fehler bei Ernährung und Pflege empfindlicher Hochleistungstiere verursacht werden. Euterentzündungen, Klauenentzündungen und Brustbeinbrüche bei Hühnern sind einige davon, die den Tieren erhebliche Schmerzen bereiten.
Während Handel und Politik auf Haltungsstufen setzen, bleiben die Krankheiten weitestgehend außer Acht. Denn mehr Platz und Freiluft allein bieten keinen Schutz vor Produktionskrankheiten, die auch in der Biolandwirtschaft auftreten. Was unternehmen die Landwirte, um das Leiden der Tiere wirksam zu lindern?
Die Recherche wurde gefördert und unterstützt von Netzwerk Recherche und der gemeinnützigen Umwelt-Förderorganisation Olin gGmbH.
Ausstrahlung am Sonntag, den 17. August 2025 um 13.04 Uhr
Wiederholung am Montag, den 18. August 2025 um 20.03 Uhr
Von: Jantje Hannover
Redaktion: Nathanael Keidel
Produktion: WDR 2025