Ersatzfreiheitsstrafe – Streit um den Schuldturm für Arme
Busfahren ohne Ticket, Drogenbesitz, kleinere Diebstähle: Das sind Delikte, die Gerichte meist mit Geld- statt Freiheitsstrafe ahnden. Wer nicht zahlen kann, kommt trotzdem in Haft. Rund 50.000 Menschen sitzen eine sogenannte Ersatzfreiheitsstrafe ab.
Von Beate Hinrichs
- Sendehinweis: Dok 5 - Das Feature | 25. Mai 2026, 13.04 - 14.00 Uhr | WDR 5
- Sendehinweis: Dok 5 - Das Feature (Wdh.) | 25. Mai 2026, 18.04 - 19.00 Uhr | WDR 5
Unbestritten ist, wen es trifft: Fast ausschließlich Arme, überwiegend Männer, oft Menschen mit akuten sozialen und psychischen Problemen, überdurchschnittlich oft Migranten. Auch darüber herrscht weitgehend Einigkeit: Ersatzhaft von einigen Tagen, Wochen oder Monaten ist für den Staat sehr teuer, für die Resozialisierung von Delinquenten ungeeignet und für Gefängnisse eine große Belastung.
Sollte auf den Schuldturm für Arme verzichtet werden oder wäre das schwedische Modell die bessere Lösung? Dort sitzen nur diejenigen ein, die ihre Geldstrafe nicht zahlen wollen, obwohl sie es können.
Ausstrahlung am Montag, den 25. Mai 2026 um 13.04 Uhr
Wiederholung am Montag, den 25. Mai 2026 um 18.04 Uhr
Von: Beate Hinrichs
Redaktion: Annette Blaschke
Produktion: WDR 2024
Sendung: WDR 5, Dok5, 25.05.2026, 13:04 Uhr