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Wanderung durch das "Neue Emscherland"

Das "Neue Emscherland" ist eine grüne Oase mitten im Revier, die 2023 offiziell fertiggestellt wurde. Die Emscher-Auen wurden hier zu einem Natur- und Wasser-Erlebnis-Park umgestaltet.

Nutzgarten

Auch Nutzgärten wurden angelegt – hier werden unter anderem Radieschen, Möhren, Salat und Kartoffeln angebaut und auch zum Verkauf angeboten.

Zur Entdeckertour durch das Areal startet man am besten über die ebenfalls neu gestaltete "Emscher-Promenade", einen insgesamt 18 Kilometer langen Rad- und Wanderweg entlang des Flusses.

Auf der Stadtgrenze zwischen Castrop-Rauxel und Recklinghausen führt die Emscher-Promenade über eine neue Brücke: "Sprung über die Emscher" heißt die Konstruktion, die in einem geschwungenen Doppel-S über Rhein-Herne-Kanal und Emscher verläuft.

Mit Mitgliedern des Heimatvereins Recklinghausen geht es am renaturierten Emscher-Ufer entlang und schließlich in den neuen Natur- und Wasser-Erlebnis-Park hinein.

Wo früher eine stinkende "Köttelbecke" im betonierten Bett entlangfloss, rauscht heute sauberes Flusswasser und es duftet nach Wildblumen und frisch gemähtem Gras.

Auf einer Fläche von über 30 Hektar ist ein Naturraum mit Gärten, Streuobst-Wiesen und Weiden entstanden. Durch den Park plätschert ein Bächlein, das in einem verzweigten Delta in die Emscher mündet.

In verschiedenen Themen- und Lehrgärten wachsen Kräuter, blühende Stauden und duftende Rosen. Bänke laden zum Verweilen ein.

Auch Nutzgärten wurden angelegt – hier werden unter anderem Radieschen, Möhren, Salat und Kartoffeln angebaut und auch zum Verkauf angeboten.

Der Suderwicher Bach war früher ein Abwasserkanal, der in die Emscher mündete – auch er ist inzwischen renaturiert. Das Vorkommen von Bachflohkrebsen, die man ganz einfach mit einem Kescher fangen kann, ist ein Indiz für die gute Wasserqualität.

Der Weg führt an Obstbaumwiesen und Schafweiden entlang. Im Hintergrund ist ein hölzerner Aussichtsturm zu sehen, der gleichzeitig ein Kunstwerk ist – der "Walkway and Tower" des japanischen Künstlers Tadashi Kawamata wurde als begehbare Installation zur Emscherkunst 2010 errichtet.

Am neuen "Emscherstrand". Baden ist allerdings nur Enten erlaubt – der Fluss ist aus Sicherheitsgründen mit einem Zaun abgesperrt.

Das Schmutzwasser der Emscher wird inzwischen unterirdisch über solche Kanalrohre geführt. Diese hier dienen als Infopunkt und erklären das Generationenprojekt Emscher-Umbau.

Über eine kleine Brücke erreicht man die neu angelegten "Emscher-Terrassen". Auf der Südseite des Plateaus sind Weinberge entstanden. 6.700 Reben wurden hier gepflanzt – den ersten Rebstock hatte übrigens der damalige Bundeskanzler Olaf Scholz bereits 2022 beim offiziellen Festakt zum Abschluss des Emscher-Umbaus eingesetzt.

Vom Gipfel der Emscher-Terrassen hat man auch einen fantastischen Ausblick über das gesamte Areal des "Neuen Emscherlandes".

Stand: 02.09.2025, 16:30 Uhr