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Auf "Krautschau" in Fröndenberg: Kniende Frau mit roter Jacke schreibt am Rande des Gehwegs "Rote Taubnessel" mit Kreide

Auf "Krautschau" in Fröndenberg – Stadtwandern & Social-Media

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#Krautschau (Hashtag Krautschau) ist eine Bewegung in den sozialen Medien, die erst vor kurzem nach Deutschland gekommen ist: Dabei geht es darum, mit offenen Augen durch die Städte zu wandern und auf die unscheinbaren Wild-Pflanzen in Mauerritzen und Pflasterfugen zu achten.

Von Ulrike Modrow

Auf „Krautschau“ in Fröndenberg – Stadtwandern als Social-Media-Aktion

WDR 4 Wanderschön 19.04.2026 02:29 Min. Verfügbar bis 17.04.2027 WDR 4


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Im Mai gibt es übrigens überall im Bundesgebiet Krautschau-Aktionswochen, auch in vielen Städten in NRW werden dann entsprechende Führungen angeboten. Mehr Infos dazu gibt es bei der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung, die die Aktion koordiniert: www.senckenberg.de/de/krautschau/

"Krautschau": Stadtwandern als Social-Media-Aktion

Winzige rebellische Pflanzen wachsen überall zwischen Asphalt und Schotter und machen nicht nur den Beton schöner, sondern sind auch für das Stadt-Klima wichtig. Sinn der Aktion ist es, solche Pflanzen aufzuspüren, zu bestimmen und sie mit Kreide auf dem Asphalt zu beschriften, damit auch andere Menschen auf sie aufmerksam werden. Darüber hinaus können sie fotografiert und in den sozialen Medien geteilt werden (z.B. auf Twitter oder Instagramm unter #Krautschau und #MehrAlsUnkraut).

Auf "Krautschau" in Fröndenberg: Aussichtsplattform über der Ruhr

Am Ruhrufer endet die Fröndenberger Krautschau – mit einer Pause auf dem "Ruhrbalkon", einer Aussichtsplattform direkt über dem Fluss.

Wir waren mit dem NABU unterwegs im Stadtgebiet von Fröndenberg – im und rund um den Himmelmannpark. Der Landschaftspark befindet sich auf dem Gelände einer ehemaligen Papierfabrik und liegt zwischen Stadtzentrum und Ruhr-Ufer.

Über 500 Pflanzen-Arten haben sich in Deutschland an die teils extremen Bedingungen im Stadtraum angepasst und trotzen Trittbelastung, Bodenverdichtung und Trockenheit. Eine davon ist das Frühlings-Hungerblümchen. Man muss schon ganz genau hinschauen, um das winzige weiß blühende Kraut zwischen den Pflastersteinen wahrzunehmen.

Bei der Krautschau lernen wir, genauer hinzusehen – ob gelb glitzerndes Scharbockskraut oder lila blühende Taubnessel, die unscheinbaren Wildpflanzen sind nicht nur sehr hübsche Überlebenskünstler, sie binden auch Regenwasser und Staub und bieten Kleinstlebewesen Schutz und Nahrung.

Wer Pflanzen bestimmen will ohne eine Führung mitzumachen, kann das inzwischen ganz einfach mit diversen Handy-Apps. Empfehlenswert sind die kostenlose App "Flora Incognita" (https://floraincognita.de/) oder "ObsIdentify" (https://observation.org/apps/obsidentify/)

Wir setzen Hornkraut und Kratzdistel ein Denkmal – Sinn der Aktion #Krautschau ist es, den pflanzlichen Kämpfernaturen vor Ort und auch im Internet zu mehr Aufmerksamkeit zu verhelfen. Dazu werden sie mit Kreide auf dem Asphalt beschriftet. Fotos davon können darüber hinaus in den sozialen Medien unter dem Hashtag #Krautschau und #MehrAlsUnkraut geteilt werden.

Am Ruhrufer endet die Fröndenberger Krautschau – mit einer Pause auf dem "Ruhrbalkon", einer Aussichtsplattform direkt über dem Fluss.

Vom "Ruhrbalkon" bietet sich ein toller Weitblick über die Ruhr-Auen und den Fluss.

Weitere Wanderungen und Spaziergänge bei WDR 4

Sendung: WDR.de, WDR 4 Wanderschön, 17.04.2026, 0 Uhr

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