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Die Gruppe der "Flunker-Tour" steht an einer Info-Tafel vor einer Mauer

Wahrheit oder Fiktion – "Flunker-Tour" durch Mülheim

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Bei geführten Stadtwanderungen geht es normalerweise darum, Sehenswürdigkeiten zu bestaunen und geschichtliche Fakten dazu zu hören. Nicht so bei einer "Flunker-Tour". Hier sollte man nicht alles glauben, was man hört – oder doch?!

Von Ulrike Modrow

Die vier bis sechs Kilometer langen, geführten "Flunker-Touren" gibt es nicht nur in Mülheim, sondern auch in weiteren Ruhrgebiets-Städten, wie zum Beispiel in Hattingen, Bochum, Essen, Duisburg oder Dortmund.

Wahrheit oder Fiktion – "Flunker-Tour" durch Mülheim

WDR 4 Wanderschön 05.10.2025 02:30 Min. Verfügbar bis 05.10.2026 WDR 4


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Wahrheit oder Fiktion – "Flunker-Tour" durch Mülheim

Bei einer "Flunker-Tour" werden neben interessanten Fakten zur Stadtgeschichte vor allem schräge und teils absurde Infos präsentiert. Ein Teil davon ist durchaus wahr, anderes ist frei erfunden. Die Tour-Teilnehmer müssen immer wieder neu entscheiden: Fakt oder Fiktion, Fake oder Wahrheit.

Die Altstadt in Mülheim am Fuß des Kirchenhügels

Die Mülheimer "Flunker-Tour" beginnt mitten in der Altstadt, am Fuß des Kirchenhügels. Hier gab es in den Achtziger Jahren eine Disco, die von einem berühmt-berüchtigten Mafioso und Auftragskiller geführt wurde. Auf ihn bezieht sich die erste Flunker(?)-Geschichte von Stadtführer Stephan Haas.

Wir haben so eine Tour durch die Mülheimer Innenstadt begleitet – rund 40 Mal gilt es bei dieser fast dreistündigen Wanderung Flunkereien zu entlarven. Dabei werden Punkte gesammelt, um am Ende den "Flunker-König" des Tages zu küren.

Die Mülheimer "Flunker-Tour" beginnt mitten in der Altstadt, am Fuß des Kirchenhügels. Hier gab es in den Achtziger Jahren eine Disco, die von einem berühmt-berüchtigten Mafioso und Auftragskiller geführt wurde. Auf ihn bezieht sich die erste Flunker(?)-Geschichte von Stadtführer Stephan Haas.

Durch die Altstadt mit ihren Torbögen, verwinkelten Gassen und historischen Fachwerkhäusern geht es zur einstigen Mülheimer Prachtstraße, der "Delle", wo sich unter anderem das Stammhaus der Unternehmer-Familie Stinnes befand. Hier erfahren wir Spannendes über die Rennfahrerin und Auto-Pionierin Clärenore Stinnes. Aber ob das wirklich auch alles so stimmt?!

Ganz in der Nähe des Ruhrufers gab es früher eine Papiermühle – mit Auswirkungen bis nach Nordamerika. Wahr oder falsch, Fakt oder Flunkerei?!

Über die Schlossbrücke geht es auf die andere Ruhr-Seite.

Eine der ältesten Sehenswürdigkeiten in Mülheim ist das Schloss Broich – im 9. Jahrhundert wurde es zum Schutz gegen die Wikinger gebaut. Zu seiner Geschichte gibt es viele Anekdoten. Sie bieten sich natürlich auch wunderbar für die eine oder andere Flunkerei an.

Vorbei am heutigen Kulturzentrum Ringlokschuppen geht es über das einstige Eisenbahngelände durch die Mülheimer Gärten am Ruhrufer zurück in die Altstadt. Hier wird nun zum Ende der Tour der Gesamt-Punktestand aller Teilnehmer ausgewertet – wer hat diesmal die meisten Flunkereien erkannt?!

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