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"Krautschau": Stadtwandern als Social-Media-Aktion

Winzige rebellische Pflanzen wachsen überall zwischen Asphalt und Schotter und machen nicht nur den Beton schöner, sondern sind auch für das Stadt-Klima wichtig. Sinn der Aktion ist es, solche Pflanzen aufzuspüren, zu bestimmen und sie mit Kreide auf dem Asphalt zu beschriften, damit auch andere Menschen auf sie aufmerksam werden. Darüber hinaus können sie fotografiert und in den sozialen Medien geteilt werden (z.B. auf Twitter oder Instagramm unter #Krautschau und #MehrAlsUnkraut).

Auf "Krautschau" in Fröndenberg: Eine Frau setzt ihr "Denkmal", also eine Kreidenachricht am Wegesrand

Wir setzen Hornkraut und Kratzdistel ein Denkmal – Sinn der Aktion #Krautschau ist es, den pflanzlichen Kämpfernaturen vor Ort und auch im Internet zu mehr Aufmerksamkeit zu verhelfen. Dazu werden sie mit Kreide auf dem Asphalt beschriftet. Fotos davon können darüber hinaus in den sozialen Medien unter dem Hashtag #Krautschau und #MehrAlsUnkraut geteilt werden.

Wir waren mit dem NABU unterwegs im Stadtgebiet von Fröndenberg – im und rund um den Himmelmannpark. Der Landschaftspark befindet sich auf dem Gelände einer ehemaligen Papierfabrik und liegt zwischen Stadtzentrum und Ruhr-Ufer.

Über 500 Pflanzen-Arten haben sich in Deutschland an die teils extremen Bedingungen im Stadtraum angepasst und trotzen Trittbelastung, Bodenverdichtung und Trockenheit. Eine davon ist das Frühlings-Hungerblümchen. Man muss schon ganz genau hinschauen, um das winzige weiß blühende Kraut zwischen den Pflastersteinen wahrzunehmen.

Bei der Krautschau lernen wir, genauer hinzusehen – ob gelb glitzerndes Scharbockskraut oder lila blühende Taubnessel, die unscheinbaren Wildpflanzen sind nicht nur sehr hübsche Überlebenskünstler, sie binden auch Regenwasser und Staub und bieten Kleinstlebewesen Schutz und Nahrung.

Wer Pflanzen bestimmen will ohne eine Führung mitzumachen, kann das inzwischen ganz einfach mit diversen Handy-Apps. Empfehlenswert sind die kostenlose App "Flora Incognita" (https://floraincognita.de/) oder "ObsIdentify" (https://observation.org/apps/obsidentify/)

Wir setzen Hornkraut und Kratzdistel ein Denkmal – Sinn der Aktion #Krautschau ist es, den pflanzlichen Kämpfernaturen vor Ort und auch im Internet zu mehr Aufmerksamkeit zu verhelfen. Dazu werden sie mit Kreide auf dem Asphalt beschriftet. Fotos davon können darüber hinaus in den sozialen Medien unter dem Hashtag #Krautschau und #MehrAlsUnkraut geteilt werden.

Am Ruhrufer endet die Fröndenberger Krautschau – mit einer Pause auf dem "Ruhrbalkon", einer Aussichtsplattform direkt über dem Fluss.

Vom "Ruhrbalkon" bietet sich ein toller Weitblick über die Ruhr-Auen und den Fluss.

Stand: 15.04.2026, 15:06 Uhr