Büdchen-Kult-Tour – Wanderung durch die Welt der Trinkhallen

Ob sie nun Büdchen, Trinkhalle oder Kiosk genannt werden, sie stehen für das Ruhrgebiet – obwohl sie hier nicht erfunden wurden. Ihre Geschichte ist 800 Jahre alt – davon erfährt man bei dieser Wanderung, die sich anbietet, den "Wissens-Durst" zu löschen.

Büdchen-Kult-Tour - Wanderung durch die Welt der Trinkhallen

Ruhri-Unikat Fritze führt mit Anekdoten und Infos durch die Geschichte der Trinkhallen – ihren Ursprung haben letztere in Vorderasien. Dort gab es bereits vor 800 Jahren offene Pavillons mit Wasser-Ausschank. Nach Deutschland kamen die Büdchen mit der Industrialisierung; Werksbesitzer eröffneten Mitte des 19. Jahrhunderts Mineralwasser-Verkaufsstände um den Alkoholkonsum der Arbeiter einzudämmen.

Die Tour startet am Bergmann-Kiosk mitten in der Dortmunder Innenstadt. Einst als Omnibus-Haltestelle erbaut, ist das Gebäude heute denkmalgeschützt und hat als Büdchen Kultstatus.

Ruhri-Unikat Fritze führt mit Anekdoten und Infos durch die Geschichte der Trinkhallen – ihren Ursprung haben letztere in Vorderasien. Dort gab es bereits vor 800 Jahren offene Pavillons mit Wasser-Ausschank. Nach Deutschland kamen die Büdchen mit der Industrialisierung; Werksbesitzer eröffneten Mitte des 19. Jahrhunderts Mineralwasser-Verkaufsstände um den Alkoholkonsum der Arbeiter einzudämmen.

Der Büdchen-Boom begann nach dem Zweiten Weltkrieg, damals schossen sie in den ausgebombten Städten als Ersatz-Verkaufsstellen für alles Mögliche aus dem Boden. Im Ruhrgebiet heißen sie übrigens offiziell Trinkhalle, im Norden eher Kiosk, im Osten sind es die "Späti’s" und Richtung Süden nennt man sie Wasserhäuschen.

40.000 Büdchen gibt es in Deutschland, fast die Hälfte davon im Ruhrgebiet. Allein in der Dortmunder Innenstadt finden sich 300! Fast alle 100 Meter trifft man hier auf einen Kiosk.

Oft ist das Innenleben der Büdchen überschaubar; immer im Angebot sind Getränke, Tabakwaren, Zeitschriften und Süßigkeiten.

Hier sind Verkaufsraum und Warenangebot schon größer; das Prinzip ist dasselbe.

Damals wie heute zentraler Bestandteil: Die Bonbonniere mit den Zahlen. Da werden Kindheitserinnerungen wach an die "gemischte Tüte" mit Lakritzschnecken und Schleckmuscheln.

Dieser Kiosk führt zusätzlich zum Standard-Angebot unter anderem auch Fan-Artikel, Dosensuppen und Gitarrensaiten!

In diesem Büdchen im typischen 50er-Jahre-Baustil liegt der Schwerpunkt auf der Getränke-Versorgung – hier kann sogar selbst gezapft werden. An sechs Zapfhähnen gibt es Bierspezialitäten aus der Region.

Nach fast drei Stunden endet die Büdchen-Tour mit einem Ruhrpott-Quiz und – zur Freude aller Passanten - mit einem gemeinsam gesungenen Ruhrpott-Schlager!

Stand: 04.08.2025, 08:45 Uhr