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Jetzt läuft: CG 617 von Roberto Prosseda; Enrico Pompili
00.03 - 06.00 Uhr Das ARD Nachtkonzert

Musik hilft allen

Welche Musik hilft Ihnen? Diese Frage haben wir auch vielen Prominenten gestellt. Lassen Sie sich durch ihre Antworten inspirieren und erfahren Sie in unserer Bilderstrecke, was Dorothee Oberlinger, Eckart von Hirschhausen, Sophie Pacini und vielen anderen hilft.

Denis Scheck - Mozart prägt das Männerbild: "Das Musikstück meines Lebens stammt von Mozart aus der 'Zauberflöte'." Als Scheck darüber nachdachte, was einen Mann eigentlich ausmache, nahm er sich die Verse des Librettisten Schikaneder für sein eigenes Männlichkeitsbild vor: "Sei standhaft, duldsam und verschwiegen."

Dorothee Oberlinger - tief verbunden dank Marcello: "Ganz besonders geholfen hat mir das Adagio von Alessandro Marcello aus seinem Oboenkonzert: Ich habe es zur Beerdigung meiner Mutter gespielt. Immer wenn ich es wieder spiele, bin ich noch mehr und ganz besonders mit ihr verbunden."

Eckart von Hirschhausen - Grappelli gibt neue Energie: "Ich durfte Stéphane Grappelli noch live erleben. Das ist einer dieser Gänsehaut-Momente und vielleicht empfinden Sie auch ein bisschen etwas von dieser jugendlichen Energie mit dem Bach-Violindoppelkonzert in d-Moll."

Elke Heidenreich - bei Kummer hilft Bach: "Musik kann immer helfen, kann sogar heilen, wenn man Kummer hat. Ich rate immer dazu, wenn man Kummer hat, irgendetwas von Bach zu hören. Man ist sofort getröstet."

Sophie Pacini - sie reicht Schuberts Umarmung weiter: "Franz Schuberts Impromptu Opus 142, Nr. 2 in As-Dur ist für mich das Paradebeispiel einer musikalischen Umarmung und deswegen spiele ich das so oft ich kann, wo immer ich kann und wann immer ich kann."

Daniel Hope - Musik hilft, wenn Worte nicht mehr reichen: "Musik kann tragen, wenn alles andere versagt. Sie spricht, wenn wir sprachlos sind. Und sie heilt - nicht sofort, nicht vollständig, aber tief."

Bettina Böttinger - Wagner hilft, die Großmutter anders zu sehen: "Meine Großmutter liebte die Wesendonck-Lieder. Als Kind habe ich erlebt, wie diese Lieder diese Frau veränderten. Das hat mir geholfen, sie ganz anders zu sehen und zu verstehen."

Tamina Kallert - Bach macht Lust aufs Leben: "Besonders schön finde ich das 3. Brandenburgische Konzert. Wenn ich das höre, ist sofort die Lebensfreude da, die Lust aufs Leben und auch eine Zuversicht, dass alles irgendwie gut wird."

Volker Bertelmann alias Hauschka - verklärte Nacht hilft an schwierigen Tagen: "Musik, die mir in schwierigen Tagen hilft, ist die 'Verklärte Nacht' von Arnold Schönberg."

Anna Herbst - Franz Schubert als Berufsberater: "Ich habe in der Kölner Philharmonie ein Konzert mit dem Bariton Matthias Goerne gehört. Er hat die 'Winterreise von Schubert gesungen. Ab dem dritten Lied habe ich nur noch 'geweint, weil ich so berührt war von dieser Musik. Für mich stand nach diesem Abend fest: Das wird mein Beruf, ich will auch Sängerin werde."

Denis Scheck - Mozart prägt das Männerbild: "Das Musikstück meines Lebens stammt von Mozart aus der 'Zauberflöte'." Als Scheck darüber nachdachte, was einen Mann eigentlich ausmache, nahm er sich die Verse des Librettisten Schikaneder für sein eigenes Männlichkeitsbild vor: "Sei standhaft, duldsam und verschwiegen."

Martin Zingsheim - befreit durch die Winterreise: "Für mich ganz persönlich in der Jugendzeit ein Befreiungsschlag - mitten im hormonellen Ausnahmezustand - die Erkenntnis: Auch die schlimmsten Gefühle können zu etwas Wunderschönem werden - zumindest wenn man Franz Schubert heißt."

Sharon Kam - Messiaen gibt Hoffnung: Im 'Quartett für das Ende der Zeit' von Olivier Messiaen gebe es einen "unendlich schönen letzten Satz, für die Geige. Er erlöst einen von seiner Wut über die Welt, über die Ungerechtigkeit. Er gibt einem das Gefühl, dass das Leben weitergeht."

Max Hornung - er hat sein Heilmittel immer dabei: Als Cellist habe Hornung sein "Heilmittel immer dabei", sodass er privat kaum Musik-Aufnahmen höre. Aber: "Wenn ich Musik brauche, ist eine Streichquartettaufnahme immer meine erste Wahl."

Marie Jacquot - traurig und glücklich durch Dvorak: "Als ich meine Oma verloren habe, hat der Chor, in dem sie Chorleiterin war, das 'Stabat Mater' von Dvořák gesungen, nämlich 'Ejat Mater'. Jedes Mal, wenn ich das Stück dirigiere, fühle ich mich traurigerweise und glücklicherweise immer meiner Oma verbunden."

Arthur und Lucas Jussen – Kontraste geben Kraft: Nach einer Aufführung von Karlheinz Stockhausens komplexem 'Mantra' seien beide etwas verloren gewesen, woraufhin Arthur Jussen im Auto den holländischen Schlager 'Uit m'n bol' von André Hazes eingeschaltet habe: "Dieser Kontrast ist wunderbar."

Anne Sofie von Otter - Bengan Janson schenkt gute Laune: "Ich habe Musik für jede Laune. Wenn man sich ein bisschen grau fühlt oder keine Energie hat, spiele ich sehr gerne ein Stück von Bengan Janson mit Akkordeon und Anders Jakobsson auf der Geige: 'I've found a new baby'."

Nils Mönkemeyer – gut durch den Tag dank Bach: "Die Fünfte Suite für Violoncello von Johann Sebastian Bach hat mir immer wieder geholfen, hat mir Trost gegeben, hat mit mir gejubelt hat, wenn ich glücklich war. Wenn ich das morgens spiele, dann kann der Tag nur gut werden."

Simon Oslender – positiv und entspannt wie nie: "Lyle Mays' 'Close to home' hilft mir immer wieder, wenn ich mal nervös bin und versuche, zur Ruhe zu kommen, z.B. vor einem wichtigen Auftritt. Wenn ich dieses Stück höre, bin ich für sechs Minuten in einer anderen Welt und komme danach sehr entspannt wieder zurück.

Martin Sasse - mit Kelly gegen Lampenfieber: "Ich hatte früher immer Lampenfieber. Geholfen hat mir da immer Musik und zwar das Stück 'This I dig of you', eine Komposition von Hank Mobley. Wenn Wynton Kelly zum Solo ansetzt, bin ich voller Lebensfreude und Energie."

Christan Gerhaher – Bach Choral als Lebensbegleiter: "Johann Sebastian Bachs Choralvorspiel 'Ich ruf zu Dir, Herr Jesu Christ' hat mich mein ganzes Leben ästhetisch begleitet. Es ist eines der Stücke, die für mich immer gültig sein werden - in welcher Weise auch immer."

Pater Anselm Grün – Kantate schenkt Geborgenheit: "Ein besonderes Musikstück ist die Kantate an Maria Lichtmess: 'Ich habe genug'. Wenn ich da Fischer-Dieskau höre, merkt man, der glaubt an das, was er singt. Dann fühl ich mich getragen und geborgen."

Antoine Tamestit - mit Mozart durch die Gefühlswelten: "Mein Lieblingsmoment steht zwischen dem zweiten und dritten Satz von Wolfgang Amadeus Mozarts 'Sinfonia concertante'". Während der zweite Satz noch "dunkel und traurig" sei, fühle man sich am Anfang des dritten Satz "energisch und froh".

Stand: 11.10.2025, 00:01 Uhr