Worum geht es?
"Wachs" nimmt seine Leser:innen mit nach Frankreich im 18. Jahrhundert. Marie Biheron ist die Tochter eines Apothekers, fast noch ein Kind und doch schon überaus zielstrebig. Sie möchte einmal als Anatomin in die Geschichte eingehen, doch dafür muss sie üben und braucht dringend eine Leiche. Madeleine Basseporte zeichnet mit großer Leidenschaft die Anatomie von Blumen aufs Papier. In einem ihrer Zeichenkurse trifft sie auf Marie, die sich in Madeleine verliebt. Auch Madeleine fühlt sich zu Marie hingezogen, doch weil sie deutlich älter ist, verbietet sie sich zunächst ihre Gefühle. Doch irgendwann geben die beiden der Liebe nach und werden ein Paar trotz aller Unterschiede.
Christine Wunnicke wurde 1966 geboren und lebt in München. Sie schreibt Hörspiele, biografische Literatur und Romane. In diesem Jahr wurde sie mit dem Jean-Paul-Preis für ihr Lebenswerk ausgezeichnet. Der Roman "Wachs" steht auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis.
Was sagt Buchkritiker Denis Scheck?
Christine Wunnicke erzählt in ihrem Roman "Wachs" von zwei Frauen, die sich von den chauvinistischen Strukturen ihrer Zeit nicht in die Knie zwingen lassen, sondern auf ihr feministisches Selbstbewusstsein pochen und ihren eigenen Weg gehen. Es ist ihnen egal, welche Widerstände sich ihnen in den Weg stellen, sie gehen weiter und haben dabei immer ihr Ziel vor Augen - und genau das ist es, was die Lektüre so berauschend macht. Der Roman zeigt, dass ein gesundes Selbstbewusstsein eine Voraussetzung für ein selbstbestimmtes Leben ist. Mit gerade mal 192 Seiten ist "Wachs" ein schmales Büchlein und hätte gerne noch länger sein dürfen, denn als Leser:in folgt man Christine Wunnicke nur all zu gern durch diese kluge Geschichte und möchte immer weiterlesen.
Für wen ist das Buch?
Für alle, die gerne Romane mit beeindruckenden Frauenfiguren lesen und Lust auf eine zarte Liebesgeschichte haben.
Das Buch auf einem Blick:
Christine Wunnicke
Wachs
192 Seiten
Verlag: Berenberg
ISBN: 978-3911327039
Preis: 24 Euro