Das kann ganz schön wehtun, wenn man sich den Ellenbogen stößt. Die Engländer sagen "funny bone", also "lustiger Knochen". Wir Deutschen: Musikknochen oder Musikantenknochen.
Aber das ist gar kein Knochen, der da wehtut. Wir stoßen uns da einen Nerv, den "Nervus ulnaris". Er ist einer der drei Hauptnerven am Arm – er verläuft von der Schulter bis in die Hand. Und er ist vor allem für unsere Hand da: Er steuert die Muskeln, damit wir zum Beispiel unsere Finger gut bewegen können.
Aber am Ellenbogen liegt er direkt unter der Haut – ganz ungeschützt. Wenn wir uns dort stoßen, dann feuert dieser Nerv direkt Signale an unser Gehirn. Und zwar so viele, dass unser Gehirn Alarm schlägt und mit Schmerz, Kribbeln und Taubheitsgefühlen reagiert.
Warum die Menschen ihn so nennen?
Wenn man sich dort stößt, dann fühlt sich das wie ein elektrischer Schlag an – es vibriert bis in die Finger. Da ist dann also quasi "Musik" im Körper – es kribbelt, als hätte man im Arm eine Gitarrensaite zum Schwingen gebracht.
Vielleicht haben Menschen ihn deswegen Musikanten- oder Musikknochen genannt. Oder auch, weil viele dann richtig laute Musik von sich geben, also schreien?
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Sendung: WDR 2 Das Morgenmagazin, 21.05.2026, ab 5:05 Uhr