Auf dem offenen Meer gibt es Wellen in alle Richtungen – je nachdem, wie der Wind weht. Aber am Strand ist es wie in einem Wellenbad – die Wellen laufen immer in eine Richtung, auf den Strand zu. Aber wie kommt das? Das hat sich die Maus in der WDR 2 Wetterredaktion genauer angesehen.
Wenn der Wind aufs Wasser bläst, dann fangen Wasserteilchen an, sich zu bewegen, auf vertikalen Kreisbahnen - also von oben nach unten. Und dabei geben sie Energie an die nächsten Wasserteilchen weiter, und dann wieder an die nächsten. So entsteht ganz langsam eine Welle.
Wenn die Welle dann zur Küste kommt, wird sie gebremst. Der untere Teil der Welle stößt dann an den Boden und das Wasser drückt nach oben. Der obere Teil der Welle aber ist weiter schnell –überholt sozusagen den langsamen Teil – und dann türmt sich die Welle auf und bricht – und das meist ziemlich gerade auf den Strand zu.
Je nachdem, wie der Meeresboden an der Küste aussieht, brechen Wellen auf unterschiedliche Weise. Steigt der Boden ganz langsam an, nimmt die Energie der Welle stetig ab und sie trudelt langsam aus. Bei stärkerer Neigung wird sie schnell kürzer und steigt steiler auf, bis es zu den großen Wellen kommt, die Surfer so lieben.
Und warum die Wellen nicht vom Strand aus weglaufen? Ganz einfach gesagt, weil es am Strand nicht tief genug ist. Die Welle wird gebremst. Wenn es tiefer ist, dann können Wellen auch von der Küste aus Richtung offenes Meer geweht werden.
Die Antwort lautet also:
Auf hoher See bestimmt der Wind die Laufrichtung der Wellen. In Küstennähe wird die Richtung der Wellen vor allem vom Profil des Meeresbodens bestimmt. Sobald eine Welle ins flache Gewässer kommt, berührt sie den Meeresboden, wird gebremst, türmt sich auf und brandet an den Strand - parallel zu den Tiefenlinien des Meeresbodens.
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