Ein Stierkämpfer wedelt mit einem roten Tuch, das Tier wird wütend und rennt los. Es gibt sogar Redewendungen - "Ich sehe rot“ oder "Das ist ein rotes Tuch für mich", wenn einen etwas ärgert.
Aber Stiere sehen die Welt ganz anders als wir Menschen. Und sie können Rot nicht richtig als Rot wahrnehmen, sie nehmen die Farbe Rot als Grauton wahr. Rinder sehen eher im blau-grünen Bereich gut. Deswegen ist es dem Stier letztlich egal, ob der Torero mit einem roten oder sonst einem Tuch wedelt.
Der Stier reagiert vor allem auf die schnelle Bewegung. Zudem wird der Stier in der Arena beim Stierkampf bedrängt, bedroht und fürchtet um sein Leben. Unter diesen Umständen erscheint ihm jedes Objekt, das sich bewegt, als möglicher Gegner.
Auch Kühe reagieren auf schnelle Bewegung ängstlich und aggressiv. Daher: Keine hektischen Bewegungen machen, wenn man auf einen Stier oder eine Rinderherde trifft.
Rinder können aber viel besser als wir im Dunkeln sehen und Hell-Dunkel-Kontraste stärker wahrnehmen.
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Sendung: WDR 2 Morgenmagazin, 10.06.2026, 07.40 Uhr