Räuberleiter geht so: Zwei Menschen stehen beispielsweise an einer Mauer und wollen drüberschauen. Der eine von beiden schiebt dann die Finger der rechten und der linken Hand ineinander, die Innenseiten zeigen nach oben, die Arme hängen nach unten. So entsteht eine kleine Stufe, in die der andere mit einem Fuß tritt. So können sich beide gegenseitig helfen.
Für den Namen "Räuberleiter" hat die Maus diese Erklärung gefunden:
Das Wort gibt es schon lange, denn es gibt auch schon lange Räuber. Also Menschen, die versuchen in Häuser einzubrechen, um da etwas zu stehlen. Auch früher gab es hohe Mauern oder Fenster, die man nicht so einfach erreichen konnte. Und eine richtige Leiter ist sehr auffällig.
So haben die Räuber eine Räuberleiter gemacht. Manche nennen sie auch Baumleiter, Hühnerleiter oder Spitzbubenleiter. Spitzbube war früher das Wort für einen schlauen Dieb oder Betrüger.
Das Praktische daran: Man braucht wenig Kraft für die Räuberleiter. Der untere hält nur und hebt nicht.
Das Problem: Der letzte in der Räuberleiter muss gucken, wie er alleine hoch kommt. Oder die schlauen Räuber haben ein Seil mit nach oben genommen.
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Sendung: WDR 2 Morgenmagazin, 28.05.2026, 07.40 Uhr