Kuchengabeln haben drei Zinken. Und bei manchen Kuchengabeln hat eine dieser Zinken eine Zacke, es sieht so aus, als ob eine Ecke fehlt. Diese Zinke ist auch breiter. Das ist allerdings nicht bei allen Kuchengabeln so.
Die Maus hat herausgefunden, warum das so ist:
Ganz früher hat man Kuchen mit Messer und Gabel gegessen. Einfacher ging es aber mit nur einem Besteckteil. Also kam das Messer weg und die Gabel bekam eine Ecke - um auch harten Mürbteig durchstechen zu können und den Kuchen so in kleine Stücke zu zerteilen.
Früher wurden Essbestecke wie Gabeln häufig aus Silber gemacht. Silber ist eher weich und die Zinken verbiegen sich schnell. Deswegen hat man eine Zinke breiter gemacht. Da war dann mehr Material und die Zinke konnte sich nicht mehr so leicht verbiegen, wenn man den Kuchen zerteilt hat. Damit die breite Zinke aber trotzdem vorne schön spitz ist, kam die Ecke ab. Außerdem kann man mit der Spitze besser kleine Stückchen aufpicken, Rosinen oder Johannisbeeren vom Kuchen.
Heute benutzen wir meist andere Materialien für die Gabeln – zum Beispiel Stahl. Der verbiegt sich nicht so leicht und deswegen haben moderne Gabeln nicht mehr alle so eine schräge Spitze an einer der Zinken.
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Sendung: WDR 2 Morgenmagazin, 27.05.2026, 07.40 Uhr