Danke, gut. Der Podcast über Pop und Psyche : Yassin über Arbeitssucht und die Beziehung zu einer Depressiven
In dieser Folge beleuchten wir die Seite der Betroffenen. Der Rapper Yassin hat nicht nur eigene Erfahrungen mit depressiven Verstimmungen gemacht, sondern weiß auch, wie es ist, mit einer depressiven Person zusammen zu sein.
Wie fühlt es sich an, wenn die liebsten Menschen um einen herum psychisch erkranken? Wie geht man damit um? Wie hilft man der anderen Person ohne sich selbst aufzugeben? Außerdem spricht Yassin über sein Workaholism, was der mit seiner Familie zu tun hat und wie er es geschafft hat, eine gesunde Beziehung zu Arbeit aufzubauen.
Begriffserklärungen
Arbeitssucht ist nicht offiziell als psychische Krankheit klassifiziert. Anbei eine Beschreibung aus dem Psychologie-Lexikon: Der Terminus "Arbeitssucht" findet sich nicht in den einschlägigen Manualen, sodass Symptome und Konsequenzen, die aus Arbeitssucht resultieren, nicht als solche erkannt und behandelt werden. Unter Arbeitssucht ist eine Symptomatik zu verstehen, die primär durch folgende Kriterien gekennzeichnet ist: Verfall an das Arbeitsverhalten (die Zentrierung des gesamten Vorstellungs- und Denkraumes auf die Arbeit), Kontrollverlust (die Unfähigkeit, Umfang und Dauer des Arbeitsverhaltens zu bestimmen) Abstinenzunfähigkeit (es wird subjektiv als unmöglich erlebt, kürzere oder längere Zeit nicht zu arbeiten), Auftreten von Entzugserscheinungen bei gewolltem oder erzwungenem Nicht-Arbeiten (bis hin zu vegetativen Symptomen), Toleranzentwicklung (zur Erreichung angestrebter Gefühlslagen/Bewusstseinszustände muss immer mehr gearbeitet werden) und das Auftreten psychosozialer und/oder psychoreaktiver Störungen.
Quellen:
-Stangl, W. (2020). Stichwort: 'Arbeitssucht'. Online Lexikon für Psychologie und Pädagogik.
Die Dysthymie als anhaltende affektive Störung klassifiziert. Hierbei handelt es sich um anhaltende, chronische und meist schwankende Stimmungsstörungen bzw. depressive Verstimmungen, bei denen die Mehrzahl der einzelnen Episoden nicht schwer genug sind, um als hypomanische oder nur leichte depressive Episoden gelten zu können. Sie können jahrelang, manchmal den größeren Teil des Erwachsenenlebens andauern und können dadurch Beeinträchtigungen nach sich ziehen.
Quelle:
Hilfsangebote:
Angebote, speziell für Angehörige:
SeeleFon: Erreichbar unter der Telefonnummer 0228 71002424 oder per Mail unter seelefon@psychiatrie.de.
Solltet ihr euch betroffen fühlen oder Personen im Umfeld haben, die betroffen sind, kontaktiert bitte umgehend die Telefonseelsorge online oder unter der kostenlosen Hotline 0800-1110111 oder 0800-1110222.
Sollte die Gefahr der Selbst- oder Fremdgefährdung (insbesondere Suizidgefährdung) bestehen, zögert nicht einen psychiatrischen Notdienst oder den Rettungsdienst unter der 112 zu verständigen.
Weitere Informationen zum Thema Mental Health findet ihr auch bei der Deutschen Depressionshilfe.
Autorin: Miriam Davoudvandi
Beratung: Dipl. Psychologin Stephanie Cuff-Schöttle
Titelsong: Sam Wise: "Velour Intro"
Kontakt: cosmo@wdr.de
Die nächste Folge "Danke, gut." mit Miriam Davoudvandi erscheint am 22. Oktober.