In den nächsten zwei Jahren will das US-amerikanische Unternehmen Microsoft 3,2 Milliarden Euro investieren. Der Präsident von Microsoft, Brad Smith, kündigte an, die Rechenzentrumskapazitäten im KI-Bereich auszubauen sowie im Cloud Computing. In einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Kanzler Olaf Scholz sagte Smith am Donnerstag, dies sei ein wichtiger Tag in der 40-jährigen Geschichte von Microsoft in Deutschland. Auch der Kanzler sprach von einem "guten Tag". Es sei ein "gutes, ein Mut machendes Investment".
Investitionen in NRW
Die räumliche Nähe zu Großkunden wie Bayer und RWE könnte laut dpa-Informationen eine Rolle gespielt haben. Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) sagte am Donnerstag in einer Pressekonferenz, er freue sich, dass die Investition ins Rheinische Revier fließen wird und dass das Land diesen Prozess über Jahre begleitet habe. Er kündigte außerdem einen weiteren Ausbau an. Obwohl die Herausforderungen in einem energieintensiven Land wie NRW offensichtlich seien, könne das Rheinische Revier langfristig zum Beispiel für einen gelungenen Strukturwandel werden. Die Ankündigung von Microsoft bewertete er als ein starkes Signal für Deutschland.
"Das ist historisch." Hendrik Wüst (CDU), Ministerpräsident NRW
Wirtschaftsministerin Mona Neubaur sagte, dass Standortpolitik nicht immer bedeute, mit dicken Schecks zu wedeln. Es sei eine Zusammenarbeit über alle Ebenen hinweg gewesen und sie verwies auf ein Gutachten, durch das Microsoft auf den Standort aufmerksam geworden sei.
Erste Reaktionen aus der Region
Auch von der SPD in NRW gab es erste positive Reaktionen: Der Vorsitzende Achim Post sprach von einem "Quantensprung für den Strukturwandel". Jochen Ott, Vorsitzender der SPD-Fraktion im Landtag, nannte die Investition einen "Meilenstein der industriellen Wende" und lobte die Bundesregierung sowie die Bürgermeister vor Ort. Die Landesregierung habe hingegen zu wenig getan: "Ihr fallen jetzt die Früchte in den Schoß für eine Arbeit, die andere gemacht haben", so Ott. Die Koalition solle jetzt neue Flächen ausweisen, damit das Rheinische Revier zu einem Digitalen Park werden könne.
Auch der Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion, Henning Höne, teilte mit, dass die Flächen jetzt schnell verfügbar gemacht werden müssten. Und die Landesregierung müsse die Energieversorgung sicherstellen. Die Milliardeninvestition bezeichnete Höne als "Jahrhundertchance".
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Unsere Quellen:
- Pressekonferenz und -mitteilungen
- WDR-Reporter
- dpa