Zuvor hatte das "Handelsblatt" berichtet, dass der Preis womöglich schon im nächsten Jahr angehoben werden solle. Wie die Zeitung berichtete, liegt ein entsprechender Änderungsantrag der Bundesländer zum Gesetzesentwurf des Bundes vor, über den am Mittwoch im Verkehrsausschuss des Bundesrates beraten werden soll. Dazu gab es aus der NRW-Landesregierung am Dienstag keine Bestätigung.
Fahrgastverband: Viele offene Fragen
Lothar Ebbers, Pro Bahn
Lothar Ebbers vom Fahrgastverband "Pro Bahn" in NRW fordert eine "dynamische" Finanzierung des Tickets durch Bund und Länder - also ohne einen Aufschlag für die Kunden gleich im zweiten Jahr. Bei der Umstellung auf die neue Ticket-Struktur seien außerdem noch viele Fragen ungeklärt. Er spricht positiv von einer "Revolution", die aber auch negative Nebenaspekte haben könnte.
Bisher sei das Deutschland-Ticket ein "nacktes Ticket" ohne beliebte Zusatzleistungen wie Übertragbarkeit auf andere Personen oder Fahrrad-Mitnahme, so Ebbers. Manche Familien würden im VRR lieber beim flexiblen Ticket 2000 bleiben. Ebbers fordert auch schnelles Handeln der Politik, damit die Kommunen als Träger der Verkehrsunternehmen Geld für den Ausbau des ÖPNV-Angebots bekommen.
