Weitere Unwetter in Teilen von NRW möglich
WDR. 00:20 Min.. Verfügbar bis 05.05.2028.
In Bad Wünnenberg und Brilon hat es in den letzten 24 Stunden den meisten Niederschlag gegeben, meldet die WDR-Wetterredaktion. Unwetter-Einsätze gab es hier aber - wie auch im restlichen Land - nicht.
Für die Nacht war vor allem im Süden und Osten gebietsweise vor Starkregen gewarnt worden. Doch Überschwemmungen, wie am Montagabend am Niederrhein und Münsterland, blieben aus.
Auch Mittwoch wird verregnet
Am Mittwoch selbst verlagert sich der kräftige Regen der Nacht langsam Richtung Münsterland und Mindener Land und schwächt sich dort langsam ab. Südlich der Lippe klingt der Regen vorübergehend ab. Nach trockenen Abschnitten bilden sich am Nachmittag und Abend aber erneut Schauer, im Süden vereinzelt Gewitter.
Schwere Unwetter am Montagabend
Am Niederrhein sorgten die schweren Gewitter am Montagabend für zahlreiche Einsätze. In Kleve zum Beispiel hatte es am frühen Abend stark geregnet. Die Feuerwehr musste mehrmals wegen vollgelaufener Keller ausrücken.
In Borken dagegen gab es nicht nur keine Unwetterschäden, es gab auch kein Unwetter, berichtet die Feuerwehr. Zuvor hatte der Deutsche Wetterdienst für die Kreise Borken und Kleve Unwetterwarnungen ausgesprochen.
Kreis Steinfurt: Zahlreiche Einsätze am Montagabend
Im Kreis Steinfurt haben dagegen heftige Gewitter ab dem frühen Abend vor allem den nördlichen Kreis getroffen: Ochtrup, Neuenkirchen und vor allem das Zentrum von Rheine. Innerhalb kürzester Zeit standen Straßen komplett unter Wasser, viele Keller liefen voll.
Der Regen setzte so plötzlich und so massiv ein, dass die Kanalisation das nicht auffangen konnte. Deshalb lief das Wasser eben kreuz und quer durch Rheine und über die Straßen.
Bekanntes Problem in Rheine
Starkregen am Bahnhof Rheine
Mehrere Unterführungen waren betroffen. Wieder, muss man sagen, denn in Rheine ist das ein bekanntes Problem. An einer Unterführung blieb ein Auto in den Wassermassen stecken. Der Fahrer hatte sich schon retten können, bevor die Feuerwehr kam.
In Schuberts Wasserpfeifen-Geschäft nah der Unterführung am Bahnhof stand das Wasser rund 20 Zentimeter hoch
Das Geschäft von Rüdiger Schubert liegt an einer Unterführung am Bahnhof. In Schuberts Geschäft stand das Wasser zirka 20 Zentimeter hoch. "Es war das reinste Chaos. Eine Woche werde ich wohl für's Saubermachen und Aufräumen brauchen", sagt der 70-Jährige am Dienstag. "Gott sei Dank war das nicht so hoch wie in anderen Jahren mal."
Erst gegen 23 Uhr am Montagabend wurde es laut Feuerwehr im Kreis Steinfurt ruhiger. Bis dahin, so ein Feuerwehrsprecher, hatte man schon "25 Einsätze auf dem Tacho". Verletzt wurde bei dem Unwetter laut Polizei niemand.
Unsere Quellen:
- WDR-Wetterredaktion
- Deutscher Wetterdienst (klicken für genauere Informationen)
- Feuerwehr Kleve
- Feuerwehr Borken
- Feuerwehr Kreis Steinfurt
- Polizei Rheine
Sendung: WDR.de, Wetterbilanz nach Unwetter in NRW, 05.05.2026, 5:20 Uhr