Generalsanierung: Bahnstrecke Köln-Hagen wird teilweise voll gesperrt

00:35 Min. Verfügbar bis 07.11.2027

Generalsanierung: Bahnstrecke Köln-Hagen wird teilweise voll gesperrt

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Statt vieler kleinerer Baustellen, bei denen oft noch ein Zugverkehr auf einem Gleis möglich war, wird es ab Februar 2026 größtenteils Vollsperrung geben. Bis Juli geht auf dem Abschnitt fast nichts mehr.

Mehr Zugverkehr, eine veraltete Infrastruktur, jede Menge Verspätungen. Auf der Strecke von Köln über Wuppertal nach Hagen sind Probleme für Zugreisende Alltag. Das will die Bahn im nächsten Jahr ändern.

Für 800 Millionen Euro werden Gleise und Oberleitungen saniert, Weichen erneuert, zusätzlicher Schallschutz gebaut und Bahnhöfe barrierefrei gestaltet. "Störungen und damit einhergehende Verspätungen sollen sich so deutlich reduzieren", lautet das Versprechen der Planer bei der Bahn.

Marode Infrastruktur, viele Ausfälle und Verspätungen

Im Fokus stehen neben der Gleis-Infrastruktur besonders die Bahnhöfe auf der viel befahrenen Strecke. Von Leverkusen bis nach Schwelm will die Bahn marode Aufzüge austauschen und Dächer erneuern. Wo es nötig ist, sollen die Bahnsteige auf ein barrierefreies Maß gebracht werden.

Moderne LED-Beleuchtung statt kaltem Neon-Licht soll die Reisenden in den Bahnhöfen empfangen. Die Bahn hat nach eigener Aussage ein modernes, einheitliches Designkonzept für die Bahnhöfe und zum Beispiel auch für Unterführungen an den Haltepunkten entwickelt.

Fernverkehr weicht auf Ruhrgebiet aus

Hauptbahnhof Wuppertal, davor Vorplatz und Fußgängerzone

Der Hauptbahnhof in Wuppertal

Laut Bahn ist die Strecke etwa für ein Drittel der fünfmonatigen Bauzeit für Züge voll gesperrt. Der ICE-Fernverkehr wird zwischen Köln und Dortmund durch das Ruhrgebiet umgeleitet, die Hauptbahnhöfe in Wuppertal und Solingen sind dann vom Fernverkehr abgeschnitten. Für die Nahverkehrslinien der S- und Regionalbahnen haben die Planer einen Ersatzverkehr entworfen. "Mit ganz modernen Bussen", versichern sie.

Einige Ersatzbusse sind Direkt-Linien, andere fahren wie gewohnt alle Haltepunkte auf der Strecke an. Die Takte des Ersatzverkehrs liegen zwischen zehn und 60 Minuten. Reisende müssen aber wohl Geduld aufbringen: Die Fahrt von Wuppertal nach Köln mit dem Ersatzbus dauert während der Sperrung etwa drei Mal so lang wie sonst.

Neben der Strecke Köln-Hagen sind in NRW bis 2026 auch die Strecken Emmerich-Oberhausen und Troisdorf-Koblenz von der Generalsanierung betroffen.

Informationskampagne für Reisende

Bodenmarkierung mit Symbolbild (durchgestrichener Zug) und Hinweistext "Schienenersatzverkehr"

Mit Schienenersatzverkehr dauert die Fahrt länger

Die Generalsanierung will die Bahn mit einer großen Info-Kampagne begleiten. In den Zügen weisen bald Ansagen auf den Bau hin, auf den Bahnhöfen informieren Plakate und Banner über Baustellen und Ersatzverkehr, im Internet sind schon jetzt die Informationen abrufbar.

Wenn alles klappt, rollen am Abend des 10. Juli 2026 die Züge wieder auf der dann komplett modernisierten Strecke.

Sanierungsarbeiten zwischen Hagen und Köln bei der DeutschenBahn

WDR Studios NRW 07.11.2025 00:49 Min. Verfügbar bis 07.11.2027 WDR Online

Unsere Quellen:

  • Deutsche Bahn

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