Gesperrtes Gleis

Bahnsperrungen Bahn ersetzt vier marode Brücken im Hochsauerland

Stand:

Fahrgäste im Hochsauerland müssen sich auf gleich mehrere Sperrungen bei der Bahn einstellen. Die erste hat schon begonnen. Die Bahn baut vier Brücken neu. Für Arnsberg-Oeventrop und Meschede-Freienohl ist das eine gute Nachricht - zumindest mittelfristig.

Von Julian Beuter

Gleich vier marode Brücken machen auf der Bahnstrecke zwischen Fröndenberg und Meschede Probleme. Die Züge dürfen aktuell nur langsam darüberfahren und sammeln Verspätung. Ende 2027 sollen alle vier Brücken laut Bahn neu gebaut sein.

Insgesamt plant die Bahn drei Bauphasen. Los geht’s bereits am Montag (15.06.). Die letzte Sperrung soll Ende 2027 durch sein. Die Bahn verspricht danach wieder mehr Zuverlässigkeit für Fahrgäste. Und so sieht der Brückenbau-Plan aus:

Erste Bauphase startet Montag

15. Juni bis 12. Juli 2026: Dann laufen Brücken- und Tunnelarbeiten zwischen Meschede und Arnsberg. Die Züge fallen zwischen Fröndenberg und Meschede/Bestwig aus. Als Ersatz fahren Busse.

Zweite Bauphase ab Februar 2027

1. Februar 2027 bis 30. Juli 2027: Dann reißt die Bahn eine Brücke bei Meschede und eine nahe des Bahnhofs Neheim-Hüsten ab und baut erstmal Behelfsbrücken ein. Später werden dann neue Brücken eingebaut. Zusätzlich sind weitere Arbeiten unter anderem an Gleisen und Bahnübergängen geplant.

Dritte Bauphase ab August 2027

1. August 2027 bis Ende 2027: Währenddessen baut die Bahn dann die vierte Brücke bei Fröndenberg neu. Das geht laut Pressemitteilung nicht während der anderen Bauphasen, da sonst die Industrie an der Strecke vom Güterverkehr der Bahn abgeschnitten wäre.

Auswirkungen noch unklar

Wie sich die Bauphasen zwei und drei auf die Fahrgäste auswirken, steht laut Bahn noch nicht fest. Insgesamt will sie aber die Bauarbeiten bündeln und die Auswirkungen gering halten.

Bahn ersetzt vier marode Brücken im Hochsauerland

WDR 10.06.2026 00:41 Min. Verfügbar bis 09.06.2028

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Aktuell brauchen die Züge auf der Strecke zwischen Fröndenberg und Meschede bei jeder Fahrt etwa fünf Minuten länger als vorgesehen. Sie dürfen die vier maroden Brücken nur langsam befahren. Wegen anderer Engpässe, etwa eingleisiger Abschnitte, schaukeln sich Verspätungen dann oft weiter hoch.

Dann wieder Züge in Oeventrop und Freienohl

Der RE57 von Dortmund über Arnsberg nach Winterberg beziehungsweise Warburg lässt deshalb schon zwei Halte aus. Arnsberg-Oeventrop und Meschede-Freienohl müssen seitdem auf die meisten Züge der Linie verzichten. Dort hält nur noch die Linie RE17 von Hagen nach Brilon.

Leute warten am Bahnhof Arnsberg-Oeventrop auf den Zug

In Arnsberg-Oeventrop halten aktuell keine Züge der Linie RE57.

Wenn die Brücken repariert sind, soll der RE57 auch wieder an den beiden Bahnhöfen halten. Vergangenes Jahr, vor der Streichung des Haltes, hatten wir uns am Bahnhof Oeventrop umgehört. Fahrgäste dort sagten uns wortwörtlich, sie kämen sich verschaukelt vor und müssten umplanen. Ab Ende nächsten Jahres dürften aber die Einschränkungen endlich wieder wegfallen.

Unsere Quellen:

  • Pressestelle Deutsche Bahn
  • Nahverkehr Westfalen-Lippe
  • Beobachtungen eines WDR-Reporters während mehrerer Zugfahrten mit der betroffenen Linie
  • Gespräche mit Fahrgästen am Bahnhof Arnsberg-Oeventrop

Sendung: WDR.de, Bahn ersetzt vier marode Brücken im Hochsauerland, 10.06.2026, 05:00 Uhr

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