Kölner Hauptbahnhof für zehn Tage gesperrt
Aktuelle Stunde . 15.11.2025. 40:16 Min.. UT. Verfügbar bis 15.11.2027. WDR.
Wie klappt es denn am ersten Tag der Sperrung? Unser WDR-Reporter vor Ort hat mit den Menschen gesprochen. Sein Eindruck: Es ist ruhiger als sonst, aber trotzdem ist einiges los am Kölner Hauptbahnhof. Die Menschen fühlen sich gut informiert und nehmen es gelassen.
Das sind die Alternativen: heute S-Bahn, sonst Carsharing
Zwei Bahnreisende nehmen die Sperrung gelassen
Entspannt ist zum Beispiel Frederik Landsmann. Er ist Samstagmorgen mit der S-Bahn aus Düsseldorf gekommen. "Die fahren ja zum Glück noch", meint er. "Aber selbst wenn nicht, hätte ich mir ein Carsharing-Auto genommen". Neben ihm steht Thomas Espenlaub. Auch für ihn ist das Auto die Alternative, spätestens ab Montag, wenn er wieder nach Duisburg zur Arbeit muss.
Sie sind trotz Sperrung aus Wesel angereist
Drei weitere Reisende kommen aus Wesel. Auch sie mussten ab Düsseldorf die S-Bahnen nehmen, statt mit dem Regional-Express durchzufahren. "Das war unkompliziert und hat gut geklappt". Sie besuchen ein Musical in Köln. Wegen der Sperrung jetzt die Pläne ändern? Dafür nicht - lieber machen sie ein Selfie vorm Dom.
Viel Servicepersonal am Kölner Hauptbahnhof
Am Kölner Hauptbahnhof hat die Bahn vorgesorgt. Zehn von zwölf Gleisen sind gesperrt. An den Treppenaufgängen dorthin stehen Sicherheits- und Servicemitarbeiter. Sie informieren bei Bedarf, aber die meisten Reisenden scheinen ohnehin schon Bescheid zu wissen. Häufig angesprochen werden die Bahnmitarbeiter nämlich nicht, berichtet ein WDR-Reporter vor Ort.
Auch in Deutz ist es ruhig
An den Gleisen wird gebaut
Auch am Bahnhof Köln-Messe/Deutz informieren Servicemitarbeiter. Dort enden einige Züge, die sonst auf die andere Rheinseite ins Zentrum weitergefahren wären. In Deutz ist es etwas voller als am Hauptbahnhof, trotzdem ist die Stimmung gelassen. Statt die Bahn zu nehmen, laufen einige Menschen zu Fuß in die Innenstadt. Währenddessen sind auf der Hohenzollernbrücke über den Rhein Spezialfahrzeuge unterwegs.
Geteilte Stimmung am Freitagabend
Am Freitagabend sah es am Kölner Hauptbahnhof noch anders aus. Kurz vor der Sperrung waren Fernreisende zuversichtlich: "Ich freue mich, dass ich heute noch nach Hannover komme". Etwas später aber, gab es bei anderen Grund für Unmut.
Wie geplant fuhren keine Fern- und Regionalzüge, dass aber vereinzelt auch S-Bahnen ausfielen, kam gar nicht gut an: "Deswegen haben wir jetzt ein bisschen Probleme", erklärt ein Bahnreisender. Düren sei nicht mehr angeschlossen, erklärt eine Frau. Eine andere nimmt es mit Humor. Lachend erzählt sie, dass ja ein Bus zum Flughafen fährt - und dort warte dann doch noch eine S-Bahn.
Kölner Hbf für zehn Tage gesperrt - wichtige Infos für Reisende
Zehn Tage lang ist der Kölner Hauptbahnhof gesperrt. Viele tausend Bahnreisende müssen deshalb ihre Reisepläne anpassen. Die Antworten auf die wichtigsten Fragen zum Thema findet ihr hier:
Unsere Quellen:
- WDR-Reporter vor Ort