Etwa 125 Millionen Jahre alt sind die beiden versteinerten Knochen. Sie gehören zu einem Fuß und einer Handkralle des Straußendinosauriers. Bisher gab es Nachweise dieses Urzeit-Tieres nur in Asien, Nordamerika und Spanien.
Der Dinosaurier sah vermutlich dem heute bekannten Vogel-Strauß sehr ähnlich und war wohl etwa so groß wie ein Mensch.
Weltweit einmalige Fundstelle
Der Fundort in Balve gilt unter Forschern als weltweite Besonderheit. Seit mehr als 20 Jahren lässt der Landschaftsverband Westfalen-Lippe die Stelle in jedem Sommer untersuchen. Auch rund 40 Freiwillige machen mit, zum Beispiel Archäologie-Studierende von der Uni Münster.
Im Laufe der Zeit haben Experten hier schon Versteinerungen von mehreren verschiedenen Dinosauriern entdeckt. Besonders erfolgreich waren sie im vergangenen Jahr, als sie etwa 650 Spuren sichern konnten. Dabei handelt es sich nicht um komplette Dinosaurier-Skelette, sondern meistens um sehr kleine Fragmente, wie Zähne oder Knochenstücke.
Funde oft nur wenige Millimeter groß
Abbildung eines Straußensauriers
Um die kleinen Versteinerungen zu finden, müssen die Helferinnen und Helfer sehr genau hinsehen. Dazu waschen sie teils nur sandkorngroße Ablagerungen in einem Steinbruch. Im vergangenen Jahr haben sie so 24 Tonnen Material untersucht. Die meisten Fundstellen von Dino-Knochen liegen an Flüssen und Küsten. In Balve allerdings befindet sich die wichtige Ausgrabungsstätte im Hochland, das macht sie für Forschende so besonders.
Unsere Quelle:
- Landschaftsverband Westfalen-Lippe