Die Fohlen der Konik-Wildpferde auf dem Kleiberg
WDR. 03:14 Min.. Verfügbar bis 22.05.2028.
Sie grasen und galoppieren schon fast wie die Großen: Die drei kleinen Konik-Fohlen, die in den letzten Wochen auf dem Kleiberg geboren wurden. Sie sind gesund und munter. Und eine große Freude für Roland Loerbroks von der Arbeitsgemeinschaft Biologischer Umweltschutz (ABU) im Kreis Soest.
Man freut sich, wenn der Nachwuchs kommt bei den Pferden. Weil sie einfach super putzig aussehen. Es ist ein super Naturerlebnis, mitten in Nordrhein-Westfalen. Roland Loerbroks, ABU Naturschutz Kreis Soest
Wildpferde sind natürliche Landschaftspfleger
Die halbwilden Pferde leben in einem rund 200 Hektar großen Naturschutzgebiet zwischen Soest und Möhnesee. Sie sind natürliche Landschaftspfleger: Weil sie das Gras und die Büsche hier kurz knabbern, überwuchert die Fläche nicht. Davon profitieren viele Arten - auch seltene Vögel wie der Neuntöter.
Roland Loerbroks, Herdenmanager beim ABU Naturschutz
Ihn können Besucher mit etwas Glück und Geduld auf dem Kleiberg entdecken. Highlight für viele sind in diesen Tagen aber die Konik-Fohlen: "Das ist wirklich so ein schöner Anblick. Und ich genieße die Ruhe hier, man hört die Vögel zwitschern", sagt eine Besucherin.
Anschauen gerne - Streicheln oder Füttern bitte nicht
Anschauen ist erwünscht - Streicheln oder gar Füttern aber nicht. "Es sind halbwilde Pferde, die selber gut klarkommen", erklärt Roland Loerbroks. "Die sind zum Angucken da, und zum Genießen der Landschaft."
Taurus-Rind "Dominator" wiegt stolze 1.200 Kilogramm
Neben den Koniks können Gäste auch die eindrucksvollen Taurus-Rinder auf dem Kleiberg entdecken. Das größte von ihnen ist der schwarze Bulle "Dominator", der stolze 1.200 Kilogramm auf die Waage bringt. Auch die Rinder spielen eine wichtige Rolle im Ökosystem: In ihrem Dung legen viele Insekten ihre Eier ab.
Rinder- und Pferde-Nachwuchs auf dem Kleiberg entdecken
Nicht nur bei den Koniks - auch bei den Taurus-Rindern gibt es gerade Nachwuchs. Und drei Konik-Stuten sind sogar noch tragend. Wer etwas Glück hat, kann die kleinen Naturschützer auf dem Kleiberg jetzt von einem der Aussichtspunkte aus entdecken.
Unsere Quellen:
- Arbeitsgemeinschaft Biologischer Umweltschutz (ABU) im Kreis Soest
- Beobachtungen und Gespräche der Reporterin vor Ort
Sendehinweis: Lokalzeit Südwestfalen, 22.05.26, 19:30 Uhr
