Wie schütze ich mein Auto vor Diebstahl via Keyless-Go?

WDR 02:28 Min. Verfügbar bis 19.03.2028

Fall in Soest: Wie schütze ich mein Auto vor Diebstahl via Keyless-Go?

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Böse Überraschung für einen Autofahrer aus Soest. In der Nacht zu Mittwoch wurde sein gerade einmal elf Monate altes Auto gestohlen. Dabei hatte er es ganz vorbildlich abgeschlossen. Solche zunächst rätselhaften Diebstähle kommen immer häufiger vor, warnt die Polizei. 

Immer häufiger setzen Autodiebe offenbar zunehmend auf eine besonders raffinierte Methode: Sie nutzen das Funksignal moderner Autoschlüssel aus. Nach Einschätzung der Polizei könnten Täter so Fahrzeuge öffnen und starten – ganz ohne den echten Schlüssel in der Hand zu haben.

Täter verlängern das Signal des Autoschlüssels

„Diese modernen Schlüssel senden ein Funksignal aus, um das Auto zu öffnen. Wenn der Schlüssel in gewisser Nähe zum Auto ist, reicht das aus, um das Auto zu öffnen“, erklärt Daniel Großert von der Polizei in Soest. Mit speziellen, teils selbstgebauten Geräten verlängern die Täter dieses Signal – vom Schlüssel im Haus bis zum Auto vor der Tür. So können sie das Fahrzeug starten und einfach davonfahren.

Ein Autoschlüssel

Mit teilweise selbstgebauten Geräten können Täter Keyless-Go-Signale verlängern und so fremde Autos aufschließen

Der ADAC hat mehr als 800 Fahrzeuge untersucht – mit einem klaren Ergebnis: Autos mit Keyless-Komfortsystem lassen sich deutlich leichter stehlen als Fahrzeuge mit klassischen Funkschlüsseln.

Polizei und ADAC geben klare Tipps

Die Polizei rät deshalb, Autoschlüssel nicht in der Nähe von Türen oder Fenstern aufzubewahren. Dort lässt sich das Signal besonders einfach abfangen und verstärken. Besser ist es, die Schlüssel in speziellen Hüllen oder Boxen zu lagern, die das Funksignal blockieren.

Behälter für den Autoschlüssel

Die Polizei rät zum Beispiel zu speziellen Hüllen, die verhindern können, dass das Schlüssel-Signal abgefangen wird

Zusätzlichen Schutz bieten laut ADAC auch mechanische Sicherungen wie Parkkrallen, Lenkradsperren oder Wegfahrsperren. Allerdings schrecken viele Autofahrer vor diesen Lösungen zurück, da sie oft sperrig und unpraktisch im Alltag sind.

Unsere Quellen:

  • Polizei Soest
  • ADAC

Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit Südwestfalen, 19.03.2026, 19:30 Uhr

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